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Weglot im Test: was automatische Übersetzung falsch macht und wann sie genügt
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Weglot ist eine Übersetzungsplattform, die Ihre Website automatisch übersetzt und je Sprache eine eigene Fassung online stellt, ohne dass Sie Ihr CMS umbauen müssen. Das kurze Urteil: Technisch macht Weglot für SEO vieles richtig (eigene URLs je Sprache, Hreflang, übersetzte Metadaten), aber der Text selbst bleibt Maschinenübersetzung. Für ein Unternehmen, das französisch- oder englischsprachige Kunden überzeugen will, ist genau das die Schwachstelle. In diesem Test lesen Sie, wie Weglot funktioniert, was es laut eigener Preisseite umfasst, wo automatische Übersetzung in der Praxis scheitert und wann Weglot genügt.
Dieser Beitrag vertieft unseren Leitfaden zum Thema Website übersetzen. Geht es Ihnen vor allem um die SEO-Seite automatischer Übersetzung, lesen Sie auch, was Google von maschinell übersetzten Seiten hält.
Wie funktioniert Weglot genau?
Weglot sitzt zwischen Ihrer Website und Ihrem Besucher. Laut der eigenen Funktionsseite von Weglot arbeitet es mit einem Reverse Proxy in Kombination mit JavaScript: Es erkennt den Text auf Ihren Seiten, lässt ihn von einem Maschinenübersetzer übersetzen und zeigt dem Besucher die übersetzte Fassung. Weglot nennt DeepL als wichtigste Engine und arbeitet daneben mit Microsoft und Google Translate. Neue Inhalte werden automatisch erfasst und übersetzt.
Ein wichtiges Detail steht in derselben Dokumentation: Die Übersetzungen werden bei Weglot gespeichert und sind über das Weglot-Dashboard erreichbar, nicht in Ihrem CMS. Das macht die Installation leicht, denn Sie bauen keine zweite Website, aber es macht Sie auch von der Plattform abhängig. Dazu weiter unten mehr.
Sie können Übersetzungen in einer Listenansicht oder in einem visuellen Editor anpassen, ein Glossar anlegen, damit feste Begriffe immer gleich übersetzt werden, und aus dem Dashboard heraus professionelle Übersetzer beauftragen. Weglot fügt außerdem automatisch einen Sprachwähler hinzu.
Was macht Weglot für SEO gut?
Die technische Basis ist solide, und das ist mehr, als man von manchen Übersetzungs-Plugins sagen kann. Laut der Weglot-Dokumentation zu SEO für WordPress leistet die Plattform Folgendes:
- Eine eigene URL je Sprache. Weglot legt je übersetzter Sprache ein Unterverzeichnis an, zum Beispiel
/fr/oder/en/. Das empfiehlt auch Google: separate URLs je Sprachfassung statt eines Sprachwechsels über Cookies oder Browsereinstellungen. - Hreflang-Tags. Weglot fügt die Hreflang-Angaben automatisch in Ihren Quellcode ein, sodass Google weiß, welche Fassungen zusammengehören. Wie diese Tags funktionieren, lesen Sie in unserer Erklärung zu Hreflang im DACH-Raum.
- Übersetzte Metadaten. Meta Descriptions und Alt-Texte von Bildern werden mitübersetzt, und die Übersetzung steht im Quellcode, nicht nur dynamisch auf dem Bildschirm. Suchmaschinen können die übersetzten Seiten also lesen und indexieren.
Zwei Einschränkungen. Das x-default-Tag setzt Weglot unter WordPress nicht standardmäßig, das erfordert laut derselben Dokumentation eine individuelle Anpassung. Und übersetzte URL-Slugs (also /fr/services/ statt /fr/leistungen/) gibt es laut Preisseite erst im Pro-Paket. Eine französische Seite mit deutschem Slug ist keine Katastrophe, aber Ihnen fehlt ein Signal in der URL und in den Suchergebnissen.
Was kostet Weglot?
Weglot rechnet je Paket ab, mit einer Grenze für die Anzahl übersetzter Wörter und die Anzahl der Sprachen. Wichtig: Die Wortgrenze gilt je Sprache, eine Website mit 20.000 Wörtern in zwei zusätzlichen Sprachen verbraucht also 40.000 übersetzte Wörter. Die Angaben unten stammen von der Weglot-Preisseite, abgerufen am 6. Oktober 2026. Die aktuellen Preise je Paket, monatlich und jährlich, entnehmen Sie bitte direkt dieser Seite, denn Softwarepreise ändern sich.
| Paket | Preis | Übersetzte Wörter | Sprachen | Auffällig |
|---|---|---|---|---|
| Free | Kostenlos | 2.000 | 1 | Zum Testen |
| Starter | Preise laut Weglot-Preisseite | 10.000 | 1 | Automatische Weiterleitung, Medien |
| Business | Preise laut Weglot-Preisseite | 50.000 | 3 | Zugang zu Übersetzern |
| Pro | Preise laut Weglot-Preisseite | 200.000 | 5 | Übersetzte URLs, Statistiken |
| Advanced | Preise laut Weglot-Preisseite | 1.000.000 | 10 | Export und Import |
| Extended | Preise laut Weglot-Preisseite | 5.000.000 | 20 | Eigene Top-Level-Domain je Sprache |
Jedes kostenpflichtige Paket hat laut Weglot eine kostenlose Testphase von 14 Tagen. Für eine B2B-Website, die Deutsch und Französisch oder Englisch bedienen will, landen Sie mit übersetzten URLs in der Praxis schnell bei Pro. Wer seine Übersetzungen irgendwann zu einer anderen Lösung mitnehmen will, sollte auch auf den Export achten: Den gibt es erst ab Advanced.
Wo scheitert automatische Übersetzung in der Praxis?
Die Technik stimmt meistens, die Sprache oft nicht. Eine Maschinenübersetzung ist grammatikalisch korrekt genug, um verstanden zu werden, aber ein französisch- oder englischsprachiger Kunde merkt sofort, dass der Text nicht für ihn geschrieben wurde. Das sind die Fehler, die wir auf automatisch übersetzten Websites am häufigsten sehen:
- Ton und Ansprache. Eine deutsche Sie-Form wird im Französischen meist zu “vous”, aber eine lockere, persönliche Ansprache in Kampagnentexten wird mal “tu”, mal “vous”, manchmal beides auf derselben Seite. Für ein französischsprachiges Fachpublikum wirkt das nachlässig.
- Regionale Varianten und Fachjargon. Eine Engine kennt den Unterschied zwischen dem Französisch Frankreichs und dem der Schweiz oder Belgiens nicht von selbst. Branchenbegriffe, Berufsbezeichnungen und Verwaltungsbegriffe (Mehrwertsteuer, Handelsregister, Rechtsformen) kommen oft wörtlich oder in der falschen Landesvariante heraus.
- CTAs und Microcopy. Schaltflächen, Fehlermeldungen in Formularen und Bestätigungstexte werden kurz und ohne Kontext übersetzt. “Anfragen” kann auf fünf Arten falsch ausfallen, und genau dort entscheidet der Besucher, ob er eine Anfrage stellt.
- Text in Bildern und PDFs. Was in einem Bild oder Download steht, übersetzt ein Proxy nicht. Ihre französische Seite zeigt dann eine deutsche Infografik.
- Rechtliche und technische Seiten. AGB, Datenschutzerklärung und Produktspezifikationen verlangen eine Genauigkeit, die eine Engine nicht garantiert.
- Suchbegriffe. Eine übersetzte Seite zielt auf die Übersetzung Ihres deutschen Suchbegriffs, nicht auf das Wort, das Nutzer in der Zielsprache tatsächlich eintippen. Das ist kein Weglot-Problem, sondern ein Übersetzungsproblem, und es kostet Sie Auffindbarkeit.
Wann genügt Weglot?
Weglot ist eine gute Wahl, wenn Tempo wichtiger ist als Perfektion oder wenn die übersetzte Sprache kein Kernmarkt ist. Konkret funktioniert es gut für:
- Unterstützende Inhalte wie eine Wissensdatenbank, FAQ oder einen Produktkatalog mit vielen Seiten, bei denen perfekter Stil weniger zählt als die Verfügbarkeit in der Sprache des Kunden.
- Einen schnellen Start in einer neuen Sprache, um zu messen, ob Nachfrage besteht, bevor Sie in neu geschriebene Texte investieren.
- Websites ohne technisches Team, bei denen es eine zweite Sprache sonst schlicht nicht gäbe.
Für Ihre Money Pages, also Startseite, Leistungsseiten, Preisinformationen, Landingpages und Kontaktformulare, ist Maschinenübersetzung nur eine erste Fassung. Dort verdient Ihr Text einen Muttersprachler, der neu schreibt, statt nur zu korrigieren. Dieser hybride Ansatz (Maschine für Volumen, Mensch für Conversion) funktioniert in Weglot selbst: Sie passen die Übersetzung im visuellen Editor an, und Weglot merkt sich Ihre Fassung.
Wie holen Sie das meiste aus Weglot heraus?
Wer sich für Weglot entscheidet, kann die größten Risiken mit einigen Eingriffen begrenzen:
- Legen Sie ein Glossar an für Ihren Markennamen, Produktnamen, Branchenbegriffe und die Anredeform. So übersetzt Weglot feste Begriffe einheitlich.
- Schreiben Sie Ihre zehn wichtigsten Seiten manuell neu, im visuellen Editor und mit einem Muttersprachler. Beginnen Sie bei den Seiten, die Anfragen bringen.
- Schalten Sie automatische Sprachweiterleitungen aus und verlassen Sie sich auf den Sprachwähler, damit Google und Besucher alle Fassungen erreichen.
- Prüfen Sie Hreflang und x-default nach der Installation. Unser kostenloser Hreflang-Checker zeigt, welche Sprachfassungen einander korrekt angeben und ob ein Übersetzungs-Plugin aktiv ist.
- Recherchieren Sie Suchbegriffe je Sprache und passen Sie Titel, Meta Descriptions und Überschriften an das an, wonach Nutzer in der Zielsprache wirklich suchen. Wie das funktioniert, lesen Sie im Beitrag zur SEO-Übersetzung.
- Behalten Sie Ihre Wortgrenze im Blick. Jeder neue Blogbeitrag zählt in jeder Sprache mit.
Weglot oder etwas anderes?
Weglot ist nicht der einzige Weg. Grob gibt es drei Alternativen: ein Übersetzungs-Plugin, das die Übersetzungen in Ihrem eigenen CMS speichert (etwa WPML oder TranslatePress unter WordPress), die eingebaute Mehrsprachigkeit Ihrer Plattform (Webflow, Shopify und andere bieten das) oder eigene, von Menschen geschriebene Seiten je Sprache. Der Unterschied liegt in drei Fragen: Wo liegen Ihre Übersetzungen, wer schreibt sie und wie viel Kontrolle haben Sie über URLs und Metadaten? Möchten Sie das für Ihren Markt abwägen, gehört diese Entscheidung in die Strategie für eine mehrsprachige B2B-Website, bevor Sie das erste Plugin installieren.
Häufige Fragen zu Weglot
Ist Weglot gut für SEO?
Technisch ja: Weglot legt je Sprache eine eigene URL an, fügt Hreflang hinzu und übersetzt Metadaten im Quellcode. Ob Ihre übersetzten Seiten auch ranken, hängt vor allem von der Qualität des Textes und von den Suchbegriffen ab, die Sie je Sprache wählen, und dabei hilft Maschinenübersetzung allein nicht genug.
Straft Google automatisch übersetzte Seiten ab?
Nicht, weil sie automatisch übersetzt sind. Google richtet sich gegen Inhalte, die in großem Umfang ohne Mehrwert für den Nutzer erzeugt werden, und nennt automatisches Übersetzen dabei ausdrücklich als Technik. Eine gegengelesene, brauchbare Übersetzung fällt nicht darunter. Die Einzelheiten lesen Sie im Beitrag zur SEO-Übersetzung.
Was passiert mit meinen Übersetzungen, wenn ich Weglot kündige?
Die Übersetzungen liegen bei Weglot und nicht in Ihrem CMS. Kündigen Sie, müssen Sie die übersetzten Fassungen auf andere Weise weiter anbieten, sonst verschwinden diese Seiten. Der Export von Übersetzungen ist laut Preisseite in den Paketen ab Advanced enthalten, planen Sie das also vorab ein.
Eignet sich Weglot für eine mehrsprachige DACH-Website, etwa Deutsch und Französisch für die Schweiz?
Als Ausgangspunkt ja, als Endergebnis selten. Für eine mehrsprachige Website nutzen Sie Weglot am besten für das Volumen und lassen die Seiten, die Anfragen bringen, von einem französisch- oder deutschsprachigen Texter neu schreiben.
Möchten Sie Ihre übersetzte Website prüfen lassen?
Läuft Ihre Website bereits mit Weglot oder einem anderen Übersetzungs-Plugin, und Sie sind unsicher, ob die übersetzten Fassungen Kunden bringen? Wir prüfen Ihre Sprachfassungen, Ihr Hreflang und die Seiten, die Anfragen bringen sollen, und sagen Ihnen ehrlich, wo Maschinenübersetzung genügt und wo nicht. Sehen Sie sich an, wie wir Ihre Website übersetzen lassen, mit muttersprachlichen Texten und einer korrekten mehrsprachigen SEO-Einrichtung.
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