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Was ist generative KI?

Für KI kopieren

Generative KI ist ein Sammelbegriff für Systeme, die selbst neue Inhalte erzeugen, also Text, Bilder, Audio oder Code, auf Basis von Mustern, die sie aus sehr großen Datenmengen gelernt haben. Es ist der Oberbegriff unter fast allem, was Sie heute über KI hören: von Chatassistenten bis zu den KI-Antworten über den Google-Suchergebnissen. In diesem Artikel lesen Sie, was generative KI genau ist, wie sie funktioniert, welche Arten es gibt und warum sie verändert, wie Kunden Ihre Marke finden.

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Was generative KI genau ist

Generative KI ist künstliche Intelligenz, die etwas Neues erzeugt, statt etwas nur zu erkennen oder einzuordnen. Das ist der Kernunterschied zu älteren Formen. Ein klassisches System konnte ein Foto betrachten und sagen “das ist eine Katze”. Ein generatives System kann auf Basis einer Beschreibung selbst ein Bild einer Katze erzeugen, das nie zuvor existiert hat.

Das Wort “generativ” bezieht sich also auf diese erzeugende Fähigkeit. Sie geben dem System einen Auftrag oder eine Frage, im Fachjargon einen Prompt, und es produziert eine eigene Antwort: einen Absatz Text, eine Zusammenfassung, ein Stück Code, ein Bild. Es kopiert nicht wörtlich, was es einmal gesehen hat, sondern baut etwas Neues aus den gelernten Mustern.

Wichtig zu merken: Generative KI ist ein Dachbegriff. Darunter fallen spezifischere Begriffe, die Sie sicher schon gehört haben, etwa große Sprachmodelle, KI-Chatbots und KI-Suchsysteme. Alle sind Anwendungen derselben zugrundeliegenden Idee. Die Kurzdefinition steht auch im Eintrag zur generativen KI.

Wie generative KI funktioniert

Generative KI funktioniert, indem sie Muster aus sehr vielen Beispielen lernt und danach vorhersagt, was eine plausible Fortsetzung ist. Ein Sprachmodell wird auf enormen Textmengen trainiert. Während dieses Trainings lernt es nicht Fakten auswendig, sondern die statistischen Muster von Sprache: welche Wörter, Sätze und Gedanken üblicherweise zusammengehören.

Wenn Sie dann eine Frage stellen, sagt das Modell Schritt für Schritt das wahrscheinlichste nächste Textstück vorher, bis eine vollständige Antwort steht. Im Kern ist es eine sehr weit entwickelte Vorhersage. Deshalb klingt das Ergebnis oft flüssig und menschlich: Das Modell wurde buchstäblich darauf trainiert, so zu klingen, wie Menschen schreiben. In welchen Einheiten das geschieht, erklärt der Beitrag dazu, was ein Token in der KI ist.

Damit das gelingt, muss ein Modell Bedeutung berechnen können. Es überführt Sprache in Zahlenreihen, die festhalten, worum es in einem Textstück ungefähr geht, sodass es Texte nach Bedeutung vergleichen kann statt nach exakten Wörtern. Dieser Mechanismus ist entscheidend, um zu verstehen, warum ein KI-System andere Inhalte auswählt als eine klassische Suchmaschine. Die Grundlagen dazu ordnet der Eintrag zum maschinellen Lernen ein.

Welche Arten generativer KI es gibt

Generative KI existiert in verschiedenen Formen, je nachdem, was ein System erzeugt.

ArtWas erzeugt wirdRelevanz für Marketing
TextGeschriebene Sprache, Zusammenfassungen, AntwortenHöchste, weil hier über Nennung entschieden wird
BildGrafiken aus Beschreibungen, Bearbeitung vorhandener BilderMittel, für Produktion und Bildsprache
AudioSprachausgabe, Vertonung, MusikWachsend, vor allem für Video und Podcast
CodeProgrammcode schreiben, erklären, verbessernIndirekt, über Umsetzungsgeschwindigkeit
VideoBewegtbild aus Text oder StandbildernFrüh, aber schnell in Bewegung
MultimodalMehrere Eingabe- und Ausgabeformen zugleichZunehmend der Normalfall, siehe multimodales Modell

Für B2B-Marketing dreht sich fast alles um die Textvariante. Sie ist es, die entscheidet, ob Ihre Marke genannt wird, wenn jemand einen KI-Assistenten um Rat fragt.

Wie das Feld sich verhält, ohne Momentaufnahme

Es lohnt sich nicht, hier eine Rangfolge der Anbieter aufzuschreiben, denn sie hält nicht. Das Feld verändert sich in Monaten, nicht in Jahren, und jede Aussage über das aktuell beste Modell ist bei der nächsten Veröffentlichung überholt. Tragfähiger sind die Kriterien, nach denen Sie ein System auswählen.

Stabil sind stattdessen drei Beobachtungen. Erstens: Das Feld ist fragmentiert. Wo anfangs ein Anbieter dominierte, verteilen sich Anfragen inzwischen über mehrere Systeme, und diese Verteilung verschiebt sich weiter. Für Sie heißt das, dass Sie nicht auf einen Kanal setzen können. Zweitens: Die Grenze zwischen Assistent und Suchmaschine verschwimmt. Klassische Suchoberflächen zeigen generative Zusammenfassungen, und Assistenten durchsuchen das aktuelle Web. Drittens: Alle diese Systeme fassen Inhalte zusammen und empfehlen, statt eine Liste blauer Links zu zeigen. Damit verschiebt sich die Frage von “ranke ich hoch?” zu “werde ich in der Antwort genannt?”.

Wie sich zwei der großen Systeme in ihrer Arbeitsweise unterscheiden, ordnet der Vergleich ChatGPT und Gemini ein, mit demselben Vorbehalt: Die Mechanik bleibt, die Momentaufnahme nicht.

Was generative KI für Ihre Auffindbarkeit bedeutet

Generative KI verändert Auffindbarkeit grundlegend, weil immer mehr Menschen ihre Fragen einem Assistenten stellen statt einer klassischen Suchmaschine. Statt zehn Links bekommen sie eine zusammengefasste Antwort, oft mit einer Handvoll Quellen. Stehen Sie nicht darunter, existieren Sie für diesen Nutzer schlicht nicht, wie gut Ihre Website sonst auch abschneidet. Wie diese Antwortfläche in Google aussieht, beschreibt der Eintrag zum AI Overview.

Das ist genau das Feld der Generative Engine Optimization: die Optimierung Ihrer Präsenz, damit KI-Systeme Ihre Marke verstehen, ihr vertrauen und sie empfehlen. GEO ersetzt SEO nicht, sondern ergänzt es. Den Unterschied behandelt der Beitrag zum Unterschied zwischen SEO und GEO, und die enger gefasste Disziplin, als Quelle in einer Antwort zu landen, der Beitrag dazu, was AEO ist.

Ganz konkret: Weil ein Modell auf Bedeutung abgleicht und nicht auf einzelne Suchbegriffe, gewinnen Sie nichts mehr durch Keyword-Wiederholung. Sie gewinnen, indem Sie ein Thema vollständig, klar und ehrlich behandeln, sodass das Modell Ihre Inhalte leicht verstehen und zitieren kann.

Wir steuern dabei auf das, was zählt: Anfragen und Umsatz, nicht auf die Zahl der KI-Nennungen an sich. Eine Nennung ist erst dann wertvoll, wenn sie den richtigen B2B-Käufer zu Ihnen bringt.

Was im deutschsprachigen Raum zusätzlich gilt

Zwei Rahmenbedingungen betreffen Unternehmen im DACH-Raum direkt und werden sich in den nächsten Jahren weiter konkretisieren.

Die europäische KI-Verordnung. Der AI Act der EU ist 2024 in Kraft getreten und wird in Stufen wirksam. Er ordnet KI-Anwendungen nach Risiko ein und knüpft daran unterschiedliche Pflichten, darunter Transparenzpflichten für Systeme, die mit Menschen interagieren oder Inhalte erzeugen. Für die meisten Marketingteams ist die praktische Folge überschaubar, aber nicht null: Wer generierte Inhalte veröffentlicht oder einen Chatassistenten auf der eigenen Website betreibt, sollte die Kennzeichnungs- und Informationspflichten prüfen lassen, statt sie zu ignorieren. Die Schweiz ist nicht an den AI Act gebunden, arbeitet aber an eigenen Vorgaben und ist über Kunden im EU-Raum faktisch mitbetroffen.

Datenschutz beim Einsatz. Sobald Sie personenbezogene Daten in ein KI-Werkzeug eingeben, gilt die DSGVO, auch wenn der Anbieter außerhalb der EU sitzt. Kundendaten, Bewerbungsunterlagen oder Vertriebsnotizen gehören deshalb nicht ungeprüft in ein öffentliches Werkzeug. Klären Sie vorab, welche Systeme freigegeben sind, was hineingegeben werden darf und ob die Eingaben zum Training verwendet werden. Diese Regelung schriftlich zu haben ist wirksamer als jede Schulung.

Wo die Grenzen liegen

Generative KI ist mächtig, aber keineswegs unfehlbar, und das gehört ehrlich benannt. Weil ein Modell vorhersagt, was wahrscheinlich stimmt, und nicht, was sicher wahr ist, kann es überzeugend klingenden Unsinn produzieren. Dieses Phänomen heißt Halluzinieren: Das Modell erfindet ein Faktum, eine Quelle oder ein Zitat, das es nicht gibt.

Zudem ist ein Modell nur so gut wie die Daten und der Kontext, mit denen es arbeitet. Es kann veraltete Informationen liefern, Ihre Marke mit einer anderen verwechseln oder ein Thema oberflächlich zusammenfassen. Für Unternehmen ist das kein Grund abzuwinken, wohl aber ein Grund, realistisch zu bleiben. Es gibt keinen Schalter, der Sie garantiert in jede KI-Antwort setzt, und wer das verspricht, übertreibt.

Die praktische Lehre ist beruhigend einfach: Der beste Schutz gegen diese Grenzen sind gute, eindeutige Inhalte. Je klarer und konsistenter Sie Ihre Geschichte erzählen, desto kleiner die Chance, dass ein Modell Sie falsch darstellt, und desto größer die Chance, dass es Sie korrekt zitiert. Wenn Sie das strukturell angehen wollen, ist das die Arbeit unserer GEO-Agentur.

Häufige Fragen

Ist generative KI dasselbe wie ein Sprachmodell?

Nein, ein Sprachmodell ist eine Art generativer KI, nämlich die für Text. Generative KI umfasst darüber hinaus Bild, Audio, Video und Code. Was ein Sprachmodell genau ist, erklärt der Beitrag dazu, was ein LLM ist.

Ersetzt generative KI die Suchmaschine?

Bisher nicht, sie verändert sie. Die klassische Ergebnisliste besteht weiter, bekommt aber eine generative Schicht darüber, und ein wachsender Teil der Recherche beginnt direkt in einem Assistenten. Für Ihre Sichtbarkeit heißt das, dass beide Wege gleichzeitig bedient werden müssen.

Dürfen wir KI-generierte Texte veröffentlichen?

Aus Sicht der Suche ja, sofern die Inhalte hilfreich, korrekt und für Menschen geschrieben sind. Google bewertet nach Qualität, nicht nach Erzeugungsweise. Die Einordnung dazu liefert der Beitrag ist KI-Content schlecht für SEO. Rechtlich sollten Sie zusätzlich Kennzeichnungspflichten und die Frage der Rechte an erzeugten Inhalten prüfen.

Woran erkenne ich, ob unsere Marke korrekt dargestellt wird?

Fragen Sie mehrere Systeme dieselben Fragen, die ein Interessent stellen würde, und protokollieren Sie die Antworten über die Zeit. Achten Sie dabei nicht nur darauf, ob Sie genannt werden, sondern auch, wofür. Eine falsche Zuordnung Ihrer Leistung richtet mehr Schaden an als keine Nennung.

Sollten wir KI-Bots auf unserer Website zulassen?

Das ist eine Abwägung zwischen Sichtbarkeit und Kontrolle, und sie fällt je nach Geschäftsmodell unterschiedlich aus. Die Argumente auf beiden Seiten behandelt der Beitrag dazu, ob man KI-Bots zulassen oder blockieren sollte.

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