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ChatGPT-Alternativen: nach welchen Kriterien Sie im B2B wählen

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Wenn Sie eine Alternative zu ChatGPT suchen, ist die kurze Antwort: Es gibt starke Optionen, und die richtige hängt davon ab, wofür Sie sie einsetzen. Die längere Antwort ist wichtiger, weil dieses Feld sich schneller verändert als jede Empfehlung: Welches Modell diesen Monat am besten schreibt, ist in einem halben Jahr eine andere Frage.

Deshalb behandelt dieser Artikel keine Rangliste. Er behandelt die Kriterien, nach denen Sie auswählen, und die Eigenschaften, die sich langsamer verändern als die Modellqualität: wo Ihre Daten verarbeitet werden, in welcher Rolle der Anbieter handelt, wie tief das Werkzeug in Ihre bestehende Umgebung reicht und wofür es gebaut ist.

Warum überhaupt eine Alternative suchen

Drei Gründe kommen im deutschsprachigen B2B regelmäßig vor.

Datenschutz und Verarbeitungsort. Für ein Unternehmen mit Kundendaten, Vertragsentwürfen oder Personalfragen ist es nicht immer vertretbar, dass diese Informationen auf Servern außerhalb Europas verarbeitet werden. Manche Anbieter verarbeiten innerhalb der Europäischen Union oder bieten diese Wahl an, was das Gespräch mit Ihrer Datenschutzbeauftragten oder Ihrer Rechtsabteilung erheblich vereinfacht.

Aufwand über ein ganzes Team. Ein Zugang je Person summiert sich. Verschiedene Anbieter haben großzügige kostenlose Stufen oder ein anderes Preismodell, und offene Modelle lassen sich unter Umständen selbst betreiben. Was das für Sie bedeutet, hängt an Ihrer Teamgröße und Ihrer Nutzungsintensität, nicht an einer Listenposition.

Unterschiedliche Stärken. Kein System ist überall am besten. Das eine ist stark bei langen Dokumenten, das andere bei belegter Recherche, ein drittes bei der Verbindung zu Ihrer vorhandenen Software. Wer bewusst wählt, holt mehr heraus als mit einer Standardentscheidung.

Die Kriterien, nach denen Sie tatsächlich entscheiden sollten

Ranglisten veralten. Diese sechs Fragen veralten langsamer.

KriteriumWas Sie prüfenWarum es zählt
HauptaufgabeWofür Sie das Werkzeug überwiegend nutzen: schreiben, recherchieren, programmieren, zusammenfassenEin System, das für Ihre Hauptaufgabe passt, schlägt eines, das insgesamt besser bewertet wird
VerarbeitungsortWo Ihre Eingaben verarbeitet und gespeichert werden, und ob Sie das wählen könnenEntscheidet im deutschsprachigen Raum oft darüber, ob Sie es einsetzen dürfen
Training mit Ihren EingabenOb Ihre Eingaben zur Weiterentwicklung der Modelle verwendet werden dürfen und ob Sie widersprechen könnenDer wichtigste Unterschied zwischen privater und geschäftlicher Nutzung
VertragslageOb ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung angeboten wird und was er umfasstOhne ihn ist ein geschäftlicher Einsatz mit personenbezogenen Daten schwer begründbar
IntegrationstiefeOb es in Ihrer bestehenden Büro- und Dokumentenumgebung sitztEin Werkzeug, das man wechseln muss, wird nicht benutzt
NachvollziehbarkeitOb Antworten mit Quellenangaben kommen, die Sie prüfen könnenEntscheidet darüber, ob Sie das Ergebnis verantworten können

Die dritte und die vierte Zeile sind die, die im deutschsprachigen Raum am häufigsten übersehen werden und am häufigsten den Ausschlag geben. Wir gehen sie deshalb einzeln durch.

Die Datenschutzebene, die vor der Modellwahl kommt

Wenn Sie ein KI-Werkzeug geschäftlich einsetzen und dabei personenbezogene Daten hineingeben, sei es ein Kundenname in einer E-Mail-Vorlage oder ein Lebenslauf in einer Zusammenfassung, gelten dafür dieselben Regeln wie für jede andere Verarbeitung. Vier Punkte gehören geklärt, und keiner davon wird durch die Wahl eines bestimmten Anbieters von selbst erledigt.

Wer verarbeitet in welcher Rolle? Nutzen Sie einen Dienst, der in Ihrem Auftrag Daten verarbeitet, verlangt die Datenschutz-Grundverordnung dafür einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Ob ein Anbieter einen solchen anbietet und was er ausschließt, steht in seinen geschäftlichen Bedingungen und nicht in der Produktbeschreibung. Die private Nutzung eines Dienstes ist regelmäßig nicht durch einen solchen Vertrag gedeckt, auch wenn der Dienst derselbe ist.

Was passiert mit Ihren Eingaben? Bei vielen Anbietern ist die Voreinstellung in der privaten Nutzung, dass Eingaben zur Verbesserung der Modelle verwendet werden dürfen, während sie in der geschäftlichen Nutzung davon ausgenommen sind. Das ist der praktisch wichtigste Unterschied zwischen den Nutzungsformen, und er ist wichtiger als jede Leistungsdifferenz. Prüfen Sie, ob die Ausnahme voreingestellt ist oder ob sie aktiv gesetzt werden muss.

Wohin gehen die Daten? Eine Verarbeitung außerhalb der Europäischen Union braucht eine eigene Grundlage. Für Übermittlungen in die Vereinigten Staaten besteht seit 2023 ein Angemessenheitsbeschluss, auf den zertifizierte Empfänger sich stützen können; dieser Rahmen ist rechtlich angegriffen worden, wie es seine Vorgänger auch waren. Anbieter mit europäischer Verarbeitung umgehen diese Frage, was ihr eigentliches Argument ist, unabhängig davon, wie gut ihre Modelle im Vergleich abschneiden.

Was gilt in Österreich und der Schweiz? Für Österreich derselbe europäische Rahmen mit eigener Aufsichtsbehörde. Für die Schweiz das revidierte Datenschutzgesetz, das der Verordnung ähnelt und nicht mit ihr identisch ist. Eine für Deutschland getroffene Bewertung ist für die Schweiz ein Ausgangspunkt und kein Ergebnis.

Die Kategorien, in denen die Anbieter sich unterscheiden

Statt einer Rangliste hier die Kategorien, in die das Angebot zerfällt, mit den Eigenschaften, die sich langsamer verändern als die Modellqualität. Welcher Anbieter innerhalb einer Kategorie gerade vorn liegt, prüfen Sie am besten selbst an Ihrer eigenen Arbeit.

Textstarke Allzweckassistenten. Systeme wie Claude oder Gemini sind auf längeres Schreiben, Argumentation und die Verarbeitung umfangreicher Dokumente ausgelegt. Diese Kategorie passt zu Marketing, Beratung, Recht und überall dort, wo Ton und Präzision zählen. Der Unterschied zwischen den Anbietern liegt hier weniger in der Qualität als im Umgang mit sehr langen Eingaben und in der Anbindung an Ihre übrigen Werkzeuge.

Antwortmaschinen mit Quellenangabe. Systeme wie Perplexity durchsuchen das Web in Echtzeit und nennen zu jeder Aussage die Quelle. Das ist eine andere Bauart als ein Chatassistent und die richtige Wahl, wenn Sie nachvollziehen müssen, woher eine Information stammt. Für alles, was Sie später gegenüber einem Kunden oder einer Behörde verantworten müssen, ist Nachvollziehbarkeit kein Zusatz, sondern die Grundanforderung.

Assistenten in Ihrer vorhandenen Umgebung. Systeme wie Microsoft Copilot sitzen in der Büroumgebung, in der Sie ohnehin arbeiten, und können auf Ihre eigenen Dokumente zugreifen. Der Vorteil ist nicht die Modellqualität, sondern dass niemand die Anwendung wechseln muss. Für größere Organisationen ist das häufig der entscheidende Punkt, weil ein Werkzeug, das man extra öffnen muss, in der Praxis nicht benutzt wird.

Europäische Anbieter und offene Modelle. Anbieter wie Mistral verarbeiten in Europa und stellen einen Teil ihrer Modelle offen zur Verfügung. Für Organisationen, denen der Verarbeitungsort wichtig ist, ist das der direkteste Weg, und für technisch aufgestellte Teams eröffnen offene Modelle die Möglichkeit, selbst zu betreiben. Der Betrieb im eigenen Haus verlagert die Datenschutzfrage allerdings nur, er löst sie nicht: Sie werden dann selbst zum Verantwortlichen für alles, was der Betrieb mit sich bringt.

Kostengünstige und offene Modelle aus anderen Rechtsräumen. Es gibt leistungsfähige Modelle aus Rechtsräumen außerhalb Europas und Nordamerikas, deren öffentliche Anwendungen über Server in ihrem Herkunftsland laufen. Für viele B2B-Unternehmen ist das ein Ausschlusskriterium für alles, was über unkritische Aufgaben hinausgeht. Wer das offene Modell selbst betreibt, umgeht die Frage des Verarbeitungsortes und übernimmt dafür den Betriebsaufwand.

Wie Sie in der Praxis auswählen

Vier Schritte, die schneller zu einer Entscheidung führen als jeder Vergleichstest.

  1. Benennen Sie Ihre Hauptaufgabe. Nicht alle Aufgaben, sondern die eine, die den größten Teil Ihrer Nutzung ausmacht. Danach wählen Sie die Kategorie.
  2. Klären Sie Ihre Datenlage, bevor Sie testen. Welche Art von Information wird tatsächlich hineingehen? Solange die Antwort keine personenbezogenen Daten umfasst, ist der Kreis der zulässigen Optionen größer. Sobald sie es tut, wird die Vertragsfrage zum ersten Filter.
  3. Testen Sie zwei oder drei an Ihrer eigenen Arbeit. Nehmen Sie eine echte Aufgabe aus Ihrem Alltag, nicht eine Beispielaufgabe. Fast jeder Anbieter hat eine brauchbare kostenlose Stufe zum Vergleichen, und der Unterschied zeigt sich an Ihrer Arbeit, nicht an einem Benchmark.
  4. Entscheiden Sie für ein Jahr, nicht für immer. Dieses Feld verändert sich schnell. Legen Sie fest, wann Sie die Entscheidung erneut prüfen, und behandeln Sie sie bis dahin als getroffen, statt jeden Monat neu zu diskutieren.

Was das für Ihre eigene Auffindbarkeit bedeutet

Hier liegt die eigentliche Lehre für B2B. Ihre Käufer werden nicht alle dasselbe System wählen. Der eine öffnet einen Chatassistenten, der andere eine Antwortmaschine, ein Einkauf in einem Konzern nutzt das, was in seiner Büroumgebung eingebaut ist. Sie können unmöglich steuern, welches Werkzeug jemand öffnet. Steuern können Sie, ob Ihre Marke in all diesen Antworten genannt wird.

Genau darum geht es bei Generative Engine Optimization: nicht in einem einzelnen System aufzutauchen, sondern die verlässliche Quelle zu sein, auf die sich alle stützen. Die Grundlage dafür ist über die Systeme hinweg weitgehend dieselbe: eine saubere, lesbare Website mit klaren Antworten auf genau die Fragen, die Ihre Käufer stellen, und eine eindeutige Identität im Web. Wie Sie diese Identität geraderücken, beschreibt NAP-Konsistenz für KI, und wie sich zwei der großen Systeme in ihrer Quellenwahl unterscheiden, behandelt ChatGPT vs. Gemini.

Häufige Fragen

Welche Alternative ist die beste?

Diese Frage hat keine dauerhafte Antwort, und jede, die Ihnen jemand gibt, ist in wenigen Monaten überholt. Die beste Alternative ist die, die zu Ihrer Hauptaufgabe passt und die Sie unter Ihren Datenschutzbedingungen einsetzen dürfen. Prüfen Sie diese beiden Fragen, bevor Sie Vergleichstests lesen.

Gibt es eine Alternative, die Daten in Europa hält?

Ja, europäische Anbieter verarbeiten in Europa, und einige internationale Anbieter bieten eine Wahl des Verarbeitungsortes an. Prüfen Sie dabei nicht nur die Aussage, sondern auch, worauf sie sich bezieht: Der Verarbeitungsort der Eingaben, der Speicherort der Verläufe und der Ort, an dem das Modell trainiert wurde, sind drei verschiedene Dinge.

Reicht die kostenlose Version für ein Unternehmen?

Für die Leistung häufig ja, für die Vertragslage in der Regel nein. Die geschäftlichen Stufen unterscheiden sich weniger durch das Modell als dadurch, dass Ihre Eingaben nicht zum Training verwendet werden und dass ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung angeboten wird. Genau das ist der Grund, für die geschäftliche Stufe zu zahlen, nicht die Antwortqualität.

Sollten wir ein offenes Modell selbst betreiben?

Nur, wenn Sie die Betriebskompetenz haben und ein konkretes Argument dafür. Selbst betreiben löst die Frage des Verarbeitungsortes und verschiebt die gesamte Verantwortung zu Ihnen: Betrieb, Absicherung, Aktualisierung und die datenschutzrechtliche Verantwortung für das, was Ihr System tut. Für die meisten mittelständischen Teams ist ein Anbieter mit europäischer Verarbeitung der praktikablere Weg.

Wie oft sollten wir diese Entscheidung überprüfen?

Einmal jährlich als Routine, und außerdem immer dann, wenn sich etwas Grundlegendes ändert: eine neue Nutzungsart mit sensibleren Daten, ein Wechsel Ihrer Büroumgebung oder eine Änderung der rechtlichen Grundlage für Drittlandübermittlungen. Häufiger zu prüfen erzeugt Unruhe, ohne die Arbeit besser zu machen.

Ändert die Wahl des Werkzeugs etwas an unserer Sichtbarkeit in KI-Antworten?

Nein. Welches Werkzeug Ihr Team intern nutzt, hat mit der Frage, ob Ihre Marke in den Antworten anderer genannt wird, nichts zu tun. Das sind zwei getrennte Themen, die regelmäßig vermischt werden. Ihre Sichtbarkeit hängt an Ihren Inhalten und Ihrer Autorität im offenen Web, nicht an Ihrem internen Abonnement.

Wollen Sie wissen, in welchen Systemen Ihre Käufer Sie finden?

Welches Werkzeug Ihre Käufer öffnen, können Sie nicht steuern. Ob Ihre Marke in deren Antworten vorkommt, schon. Prüfen Sie mit dem kostenlosen KI-Sichtbarkeitstest, wo Sie heute stehen. Was wir daraus machen, zeigt unsere GEO-Agentur. Vereinbaren Sie Ihr kostenloses Erstgespräch, und Sie hören innerhalb von 24 Stunden eine ehrliche Einschätzung.

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