Deep Learning
Eine Form des Machine Learning, bei der neuronale Netze mit vielen Schichten komplexe Muster selbstständig aus großen Datenmengen lernen.
Von Tanguy De Keyzer · Gründer und digitaler Strateg
Deep Learning ist der Zweig des Machine Learning, der neuronale Netze mit vielen aufeinanderfolgenden Schichten nutzt. Jede Schicht baut auf der vorherigen auf, wodurch das System Schritt für Schritt immer abstraktere Muster erkennt, ohne dass Sie diese Merkmale selbst benennen müssen.
Was macht es tief?
Das Wort deep verweist auf die Zahl der Schichten im Netz. In der Bilderkennung lernt die erste Schicht einfache Kanten und Farben, eine nächste Schicht setzt daraus Formen zusammen, und eine weitere erkennt schließlich ein Gesicht oder ein Produkt. Klassisches Machine Learning verlangt, dass ein Mensch vorab entscheidet, auf welche Merkmale das Modell schauen soll. Deep Learning findet diese Merkmale selbst, sofern Sie genug hochwertige Daten und Rechenleistung liefern.
Warum es die aktuelle KI-Welle trägt
Die großen Sprünge der letzten Jahre kommen direkt aus dem Deep Learning. Die Sprachmodelle hinter ChatGPT, Gemini und Claude, Spracherkennung, Bilderzeugung und Empfehlungssysteme laufen darauf. Ein Large Language Model ist im Kern ebenfalls ein sehr großes Deep-Learning-Netz. Für Sie im Marketing heißt das, dass immer mehr Werkzeuge mit Nuance und Kontext umgehen können, wo früher menschliche Arbeit nötig war.
Was Sie sich merken sollten
Deep Learning ist mächtig, aber kein Wundermittel. Es braucht viele Daten und Rechenleistung, und die Ergebnisse sind schwer zu erklären: Sie sehen, was das Modell vorhersagt, aber selten genau warum. Für ein B2B-Unternehmen ist die praktische Lehre einfach. Beurteilen Sie diese Technologie nicht daran, wie beeindruckend sie klingt, sondern daran, was sie konkret an Kunden und Umsatz liefert.
Von der Theorie zum Wachstum.
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