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Striking Distance Keywords: Positionen 11 bis 20 auf Seite 1 heben

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Striking Distance Keywords sind die Suchbegriffe, für die Ihre Website bereits auf Position 11 bis 20 rankt, also knapp hinter der ersten Ergebnisseite. Warum das zählt, lässt sich kurz sagen: Sie stehen dort schon, Sie haben die schwierigsten Meter bereits zurückgelegt, und ein vergleichsweise kleiner Schub kann diese Begriffe auf Seite 1 heben, wo praktisch das gesamte Klickvolumen liegt. In diesem Artikel lesen Sie, wie Sie diese Gelegenheiten in der Search Console finden und in zusätzliche Anfragen übersetzen.

Das gehört in das größere Bild von SEO: Sie investieren Ihre Zeit dort, wo der Hebel am größten ist, nicht dort, wo die Arbeit im Bericht am meisten Eindruck macht.

Warum Position 11 bis 20 der klügste Startpunkt ist

Die Verteilung der Klicks in den Suchergebnissen ist unerbittlich. Der weit überwiegende Teil der Klicks entfällt auf die erste Seite, und innerhalb dieser Seite auf die oberen Plätze. Stehen Sie auf Position 12, können Hunderte oder Tausende Menschen Ihren Begriff suchen, ohne dass jemand klickt, schlicht weil die zweite Seite kaum jemand öffnet. Wie stark der Abfall je Position ausfällt, ordnet der Beitrag zur Klickrate nach Google-Position ein.

Genau das macht Striking Distance Keywords attraktiv. Für einen Begriff, bei dem Sie auf Position 40 stehen, müssen Sie noch erhebliche Autorität und Relevanz aufbauen. Für einen Begriff auf Position 13 haben Sie der Suchmaschine bereits das Signal gegeben, dass Ihre Seite relevant ist. Der Unterschied zwischen Position 13 und Position 8 ist oft keine Frage monatelanger Inhaltsarbeit, sondern eines schärferen Titels, einer besseren Übereinstimmung mit der Suchintention und einiger interner Verweise.

Der praktische Vorteil: Diese Methode arbeitet an Seiten, die Sie bereits haben. Sie bauen auf bestehender Arbeit auf, statt bei null zu beginnen. Das macht sie zur naheliegenden ersten Maßnahme, wenn Sie zügig Ergebnisse zeigen wollen, ohne ein großes neues Inhaltsprojekt zu starten.

Wie Sie Striking Distance Keywords in der Search Console finden

Das beste Werkzeug dafür ist kostenlos und liegt bei Ihnen wahrscheinlich schon bereit: die Google Search Console. Sie zeigt genau, für welche Suchanfragen Ihre Website erscheint und auf welcher durchschnittlichen Position, wie die Google Search Console-Hilfe beschreibt. Gehen Sie in diesen Schritten vor.

  1. Öffnen Sie den Bericht Leistung und aktivieren Sie die Messwerte Durchschnittliche Position und Impressionen.
  2. Wechseln Sie auf den Reiter Suchanfragen und filtern Sie auf eine durchschnittliche Position größer als 10 und kleiner als 21. Das ist Ihre Striking-Distance-Zone.
  3. Sortieren Sie nach Impressionen. Begriffe mit vielen Impressionen und ohne Klicks sind die deutlichsten Kandidaten: Es gibt Nachfrage, Sie erscheinen, aber Sie holen den Klick nicht.
  4. Exportieren Sie die Liste und ordnen Sie jedem Begriff die Seite zu, die dafür rankt. Eine Seite rankt häufig für ein ganzes Bündel verwandter Begriffe gleichzeitig.

Ein wichtiger Vorbehalt zum Volumen: Ein Begriff, der in Keyword-Werkzeugen null oder kaum Suchvolumen anzeigt, kann in Ihrer eigenen Search Console echte Impressionen haben. Übergehen Sie diese nicht. Gerade bei lokalen und bei langschwänzigen B2B-Suchbegriffen liegt die tatsächliche Nachfrage oft höher, als Werkzeuge ausweisen. Die Daten aus Ihrer eigenen Search Console wiegen schwerer als die Schätzung eines externen Anbieters. Warum das im B2B besonders gilt, behandelt die B2B-Keyword-Recherche.

Der Fallstrick, der im deutschsprachigen Raum die Liste verfälscht

Bevor Sie priorisieren, müssen zwei Eigenheiten der deutschsprachigen Suche aus den Daten heraus, sonst arbeiten Sie an den falschen Begriffen.

Die Durchschnittsposition mittelt drei Länder zu einer Zahl. Wenn Sie Deutschland, Österreich und die Schweiz bedienen, fasst die Standardansicht alle Länder zusammen. Eine ausgewiesene Position 15 kann in Wahrheit Position 8 in Österreich und Position 22 in Deutschland sein. Der Begriff sieht dann nach einer Gelegenheit aus, obwohl Sie im größten Markt weit entfernt und im kleinen bereits auf Seite 1 stehen, oder umgekehrt. Filtern Sie deshalb im Bericht zuerst nach Land und bauen Sie Ihre Liste je Markt. Das ist kein Feinschliff, sondern entscheidet über die Reihenfolge Ihrer Arbeit.

Komposita zersplittern denselben Begriff über viele Schreibweisen. Die deutsche Sprache erlaubt Zusammenschreibung, Bindestrichschreibung und Getrenntschreibung nebeneinander, dazu kommen Singular, Plural und Umlautvarianten. Derselbe Bedarf verteilt sich dadurch auf ein Dutzend Zeilen, von denen jede einzeln zu wenig Impressionen hat, um in Ihrer Sortierung aufzufallen. Fassen Sie diese Varianten zusammen, bevor Sie nach Impressionen sortieren. Erst die Summe zeigt, wie groß die Gelegenheit tatsächlich ist. Die Mechanik dahinter beschreibt das Keyword-Clustering.

Was Sie in der Rohansicht sehenWas tatsächlich dahinterstecktWas Sie tun
Position 15 über alle LänderPosition 8 in einem kleinen, Position 22 im großen MarktNach Land segmentieren, je Markt priorisieren
Zwölf Zeilen mit je wenigen ImpressionenEin Bedarf in zwölf SchreibvariantenVarianten bündeln, Summe bewerten
Viele Impressionen, keine KlicksTitel trifft die Absicht nicht, oder die Absicht passt nicht zu IhnenErst Absicht prüfen, dann Titel schärfen
Position schwankt stark je WocheZu wenige Impressionen für eine belastbare ZahlLängeren Zeitraum wählen, sonst zurückstellen

Welche Begriffe nehmen Sie zuerst?

Nicht jeder Begriff auf Position 11 bis 20 ist Ihre Zeit wert. Wir priorisieren entlang einer Frage: Bringt dieser Suchende Sie näher an einen Kunden? Ein populärer informativer Begriff, der zufällig viele Impressionen hat, kann Verkehr erzeugen, aus dem nie eine Anfrage wird. Ein seltener gesuchter Begriff mit klarer Kaufabsicht, der genau Ihre Leistung trifft, erzeugt Pipeline.

Wägen Sie deshalb drei Dinge gleichzeitig ab.

  • Kommerzielle Absicht. Sucht jemand nach einem Anbieter, einer Einordnung oder einer Lösung, oder nach einer Definition? Begriffe mit Kauf- oder Abwägungsabsicht bekommen Vorrang.
  • Relevanz für Ihr Angebot. Passt der Begriff zu einer Leistung, die Sie tatsächlich verkaufen wollen? Wenn nicht, ist eine gute Position vor allem eine Eitelkeitszahl.
  • Erreichbarkeit. Auf Position 12 ist der Sprung klein. Auf Position 19 verlangt er mehr. Beginnen Sie bei den Begriffen, die am dichtesten an Seite 1 liegen.

Eine vierte Prüfung entscheidet oft, ob sich der Aufwand überhaupt lohnt: Passt die Seite, die aktuell rankt, überhaupt zu diesem Begriff? Manchmal steht eine Seite auf Position 14, weil die Suchmaschine keine bessere Alternative auf Ihrer Domain gefunden hat, nicht weil diese Seite die Frage beantwortet. Dann hilft kein schärferer Titel. Dann brauchen Sie entweder eine andere Seite für diesen Begriff, oder Sie lassen ihn liegen. Schauen Sie dafür in die Ergebnisseite selbst und vergleichen Sie, welchen Seitentyp die oberen Plätze belegen. Rankt dort durchgängig ein anderer Typ als Ihrer, etwa eine Vergleichsseite gegen Ihren Blogbeitrag, ist der Abstand größer, als die Position suggeriert.

Die Eingriffe, die von Position 11 bis 20 auf Seite 1 heben

Sobald Ihre Prioritätenliste steht, geht es um gezielte Verbesserungen an bestehenden Seiten. Die wirksamsten Eingriffe, geordnet nach Aufwand.

Schärfen Sie Titel und Meta-Description. Steht Ihr Zielbegriff nicht oder nur schwach im Titel und in der Meta-Description, verschenken Sie Relevanz und Klicks. Arbeiten Sie den Begriff natürlich ein und machen Sie den Titel attraktiv genug, um den Klick von denen zu gewinnen, die über Ihnen stehen. Manchmal verbessert allein eine höhere Klickrate Ihre Position. Worauf es dabei ankommt, behandelt Meta-Title schreiben.

Decken Sie die Suchintention vollständiger ab. Sehen Sie nach, was die Seiten auf den Positionen 1 bis 5 behandeln und Ihnen fehlt. Häufig ranken Sie knapp hinter den ersten zehn, weil Sie eine Teilfrage nicht beantworten. Ergänzen Sie diesen Abschnitt, aktualisieren Sie einen veralteten Teil, beantworten Sie die zugehörigen Fragen. Das ist klassische Contentoptimierung: die Seite an das anpassen, was der Suchende wirklich will.

Setzen Sie interne Verweise. Verlinken Sie von relevanten, starken Seiten auf die Seite, die knapp hinter den ersten zehn steht, mit einem natürlichen Ankertext. Interne Links verteilen Autorität und geben der Suchmaschine ein klares Signal über die Bedeutung der Seite. Das ist einer der schnellsten und günstigsten Hebel, den Sie haben.

Verbessern Sie Lesbarkeit und Struktur. Klare Überschriften, kurze Absätze und ein logischer Aufbau helfen dem Besucher und der Suchmaschine gleichermaßen. Eine Seite, die sich gut überfliegen lässt, hält Menschen länger und schneidet besser ab. Für deutschsprachige Texte kommt ein eigener Punkt hinzu: Lange Schachtelsätze erschweren nicht nur das Lesen, sie erschweren auch die maschinelle Weiterverwendung Ihrer Aussagen.

Prüfen Sie, ob Sie sich selbst im Weg stehen. Ranken zwei Ihrer Seiten für denselben Begriff, teilen sie die Signale und bleiben beide knapp hinter der Schwelle. Dann ist die Lösung nicht Optimierung, sondern Zusammenführung oder eine klare Zuordnung je Seite.

Wie lange dauert das?

Ehrlicher als eine Wochenangabe ist die Mechanik dahinter. Die Suchmaschine muss die geänderte Seite neu erfassen und bewerten, und die Bewertung fließt nicht sofort in die Position ein. In der Praxis sehen Sie bei einer gut gewählten Seite die erste Bewegung meist innerhalb weniger Wochen, während sich die Position danach noch mehrere Wochen einpendelt. Bei Titeländerungen zeigt sich die Wirkung auf die Klickrate häufig früher als die Wirkung auf die Position, weil die Klickrate unmittelbar am neuen Text hängt.

Was die Dauer stärker beeinflusst als der Umfang Ihrer Änderung: wie umkämpft der Begriff ist und wie weit Ihre Autorität von der der oberen Plätze entfernt liegt. Ein Begriff, bei dem auf Seite 1 durchgängig etablierte Fachportale stehen, bewegt sich langsamer als einer, bei dem dort vergleichbare Anbieter stehen. Deshalb gehört die Prüfung des Wettbewerbsumfelds in die Priorisierung und nicht in die Auswertung hinterher. Wie Sie Positionen dabei verlässlich verfolgen, beschreibt Rank-Tracking einrichten.

Machen Sie daraus einen wiederkehrenden Rhythmus

Striking Distance Keywords sind keine einmalige Aufräumaktion. Positionen verschieben sich fortwährend: Ein Begriff, der im Vormonat auf 25 stand, kann diesen Monat auf 14 stehen und damit plötzlich Kandidat sein. Deshalb funktioniert das am besten als fester Rhythmus. Einmal im Monat die Search Console durchgehen, die neuen Zugänge in der Zone zwischen 11 und 20 markieren und die wertvollsten davon bearbeiten.

So entsteht ein ruhiger, sich verstärkender Strom kleiner Gewinne, die einzeln unscheinbar wirken und zusammen Ihre organische Sichtbarkeit stetig anheben. Es ist niedrig hängende Frucht, aber eine, die nachwächst, wenn Sie sie systematisch ernten. Wo diese Arbeit in das Gesamtvorgehen passt, zeigt SEO Schritt für Schritt, und was ein vollständiger Durchgang durch Ihre Website zutage fördert, beschreibt SEO-Audit durchführen.

Häufige Fragen

Ab welcher Impressionszahl lohnt sich ein Begriff?

Eine feste Schwelle gibt es nicht, weil der Wert je Anfrage bei Ihnen stark schwankt. Nützlicher ist die Gegenrechnung: Schätzen Sie, wie viele zusätzliche Klicks ein Sprung auf Seite 1 realistisch bringt, und halten Sie das gegen den Wert einer Anfrage in Ihrem Geschäft. Im B2B rechtfertigt eine zweistellige Impressionszahl mit klarer Kaufabsicht die Arbeit oft eher als eine vierstellige ohne.

Sollte ich lieber bestehende Seiten heben oder neue schreiben?

Beginnen Sie mit dem Heben. Der Aufwand je zusätzlichem Besucher ist dort deutlich niedriger, weil die schwierige Arbeit, überhaupt zu ranken, bereits erledigt ist. Neue Seiten brauchen Sie dort, wo Sie für einen wichtigen Begriff gar keine passende Seite haben, oder wo die rankende Seite die Absicht grundsätzlich verfehlt.

Was, wenn sich nach mehreren Wochen nichts bewegt?

Prüfen Sie zuerst, ob die Ursache tatsächlich auf der Seite liegt. Bleibt die Position trotz besserer Übereinstimmung stehen, fehlt meist Autorität im Thema, nicht Optimierung an der Seite. Dann ist der nächste Hebel ein anderer: thematische Vollständigkeit rundherum und Verweise von außen, nicht ein weiterer Durchgang am Text.

Gilt die Zone 11 bis 20 auch für KI-Antworten?

Nur mittelbar. In KI-Antworten gibt es keine Position im gewohnten Sinn, dort entscheidet, ob Ihre Seite als Quelle herangezogen wird. Die Arbeit überschneidet sich trotzdem, weil dieselbe Vollständigkeit und Klarheit, die Sie auf Seite 1 hebt, Ihre Inhalte auch zitierfähiger macht. Wie Sie das getrennt messen, beschreibt KI-Sichtbarkeit messen.

Brauche ich dafür ein kostenpflichtiges Werkzeug?

Nein. Die Search Console liefert die Positionsdaten aus der Suchmaschine selbst, und das ist für diese Aufgabe die belastbarste Quelle, die es gibt. Ein zusätzliches Werkzeug hilft beim Verfolgen über die Zeit und beim Wettbewerbsvergleich, ist für den ersten Durchgang aber nicht nötig.

Wo liegt Ihr schnellster Gewinn?

Wollen Sie, dass wir diese Analyse auf Ihrer Website durchführen und an konkrete Anfragen statt an einzelne Positionen koppeln? Erzählen Sie uns Ihre Ausgangslage, und wir sagen Ihnen ehrlich, wo der schnellste Gewinn liegt und wo die Arbeit sich nicht lohnt.

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