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Kostenlose KI-Tools für Marketing und B2B (2026)

Für KI kopieren

Die brauchbarsten kostenlosen KI-Werkzeuge für Marketing und B2B sind Anfang 2026 ChatGPT, Google Gemini, Claude, Perplexity und Microsoft Copilot, ergänzt um Canva für visuelle Arbeit, NotebookLM für die eigenen Dokumente und DeepL für Sprache. Ehrlich vorweg: “kostenlos” bedeutet hier fast immer eine Gratis-Version mit Obergrenzen, nicht ein vollwertiges Produkt ohne Abonnement. Sie bekommen ein leistungsfähiges Modell mit einem Nutzungslimit, langsameren Zugriff zu Spitzenzeiten oder eine Tagesgrenze. Für viele Aufgaben reicht das. Unten lesen Sie, was jede Gratis-Version tatsächlich leistet, wo die Grenze verläuft und welche Frage im deutschsprachigen Unternehmenskontext wichtiger ist als jede Funktionsliste.

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Woran Sie eine brauchbare Gratis-Version erkennen

Nicht jedes kostenlose Werkzeug ist ein Geschenk. Vier Fragen, bevor Sie eines in Ihre Arbeit übernehmen:

  • Was gibt die Gratis-Version wirklich? Bekommen Sie das leistungsfähigste Modell oder eine leichtere Variante? Gibt es eine Tages- oder Stundengrenze?
  • Wo liegt die Grenze? Bei den meisten Werkzeugen stoßen Sie an eine Obergrenze bei Nachrichten, Uploads oder tiefen Recherchen pro Tag, oder an langsameren Zugriff in Stoßzeiten.
  • Was passiert mit Ihren Eingaben? Lesen Sie nach, wie die Gratis-Version mit Ihren Daten umgeht. Bei einigen Anbietern werden Eingaben aus kostenlosen Konten zum Training verwendet, sofern Sie das nicht abschalten.
  • Passt es zur Aufgabe? Schreiben, Recherchieren mit Quellenangabe und Arbeiten innerhalb Ihrer bestehenden Software sind drei verschiedene Aufgaben mit drei verschiedenen Antworten.

Die Frage, die im deutschsprachigen Raum vorgeht

Bevor Sie über Funktionen sprechen, gehört eine Frage geklärt, die in vielen internationalen Vergleichslisten fehlt und in einem deutschen, österreichischen oder Schweizer Unternehmen den Ausschlag gibt: Auf welcher vertraglichen Grundlage geben Sie Daten in dieses Werkzeug ein?

Sobald Sie personenbezogene Daten verarbeiten, und dazu zählt schon der Name einer Ansprechperson in einem Text, den Sie umschreiben lassen, brauchen Sie nach Art. 28 DSGVO einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit dem Anbieter. Kostenlose Verbraucherkonten sehen einen solchen Vertrag in aller Regel nicht vor. Das ist kein Detail und keine Formalie: Es ist der Grund, warum in vielen Unternehmen die Nutzung von Gratis-Konten für Arbeitszwecke untersagt ist, und der Grund, warum Betriebsräte und Datenschutzbeauftragte hier hinsehen.

Praktisch heißt das:

  • Gratis-Versionen eignen sich für allgemeine Recherche, für Formulierungsarbeit an Texten ohne Personenbezug, für Struktur- und Ideenarbeit, für das Verstehen fremder Fachtexte.
  • Gratis-Versionen eignen sich nicht für Kundendaten, Bewerbungsunterlagen, Vertragsentwürfe, interne Zahlen oder alles, was unter Geheimhaltung steht.
  • Wo eine dieser Grenzen berührt wird, brauchen Sie eine geschäftliche Variante mit Auftragsverarbeitungsvertrag, dokumentierten technischen und organisatorischen Maßnahmen und einer Aussage zum Verarbeitungsort.

Dazu kommt seit 2024 der europäische Rechtsrahmen für künstliche Intelligenz, die Verordnung (EU) 2024/1689. Sie gilt gestuft, und die konkreten Anwendungsfristen waren bis zuletzt Gegenstand politischer Diskussion. Für den Alltag relevant ist vor allem die Transparenzlinie: Wer Inhalte maschinell erzeugt oder Menschen mit einem System interagieren lässt, soll das kenntlich machen können. Wenn Sie KI-Content im Marketing einsetzen, ist eine interne Regel dazu ohnehin sinnvoll, unabhängig von jeder Frist.

Die Werkzeuge im Überblick

WerkzeugAm stärksten beiWas die Gratis-Version bietetWorauf zu achten ist
ChatGPTSchreiben, Zusammenfassen, IdeenAktuelles Modell, begrenzte WebsucheDie stärksten Modelle sind nach einigen Nachrichten gedeckelt
GeminiRecherche und Google-UmgebungLeistungsfähiges Modell, großes KontextfensterDie neuesten Modelle liegen hinter einem Abonnement
ClaudeRedigieren, lange DokumenteFähiges Modell mit TagesgrenzeBei Erreichen der Grenze warten, bis das Fenster zurücksetzt
PerplexityRecherche mit QuellenangabeUnbegrenzte einfache Suchen, wenige tiefe RecherchenDie tiefen Recherchen sind pro Tag begrenzt
Microsoft CopilotArbeiten in der Microsoft-UmgebungChat, Websuche, Bilder mit TagesguthabenNicht identisch mit Copilot in Microsoft 365
CanvaSchnelle visuelle ArbeitGestaltung plus begrenzte KI-GuthabenDie stärkeren KI-Funktionen liegen in der Bezahlvariante
Google NotebookLMFragen an eigene DokumenteAntworten ausschließlich aus hochgeladenen QuellenArbeitet auf Ihrem Material, nicht im offenen Web
DeepLÜbersetzung und TextglättungÜbersetzung und Schreibhilfe mit ZeichenbegrenzungFür Dokumente und Fachwortlisten braucht es die Bezahlvariante
Mistral Le ChatAssistent aus europäischer EntwicklungChat mit begrenztem UmfangFunktionsumfang enger als bei den großen US-Anbietern

Die Werkzeuge im Einzelnen

ChatGPT

Das bekannteste Werkzeug und weiterhin eine solide Grundlage. Die Gratis-Version gibt Ihnen Zugang zu einem aktuellen Modell von OpenAI, mit eingeschränkter Websuche und Bildverständnis. Bei den leistungsstärksten Modellen stoßen Sie an eine Nutzungsgrenze: Nach einer Reihe von Nachrichten fallen Sie auf ein leichteres Modell zurück. Für das Schreiben und Kürzen von Texten, für Zusammenfassungen und für erste Entwürfe von Werbetexten ist das mehr als brauchbar. Wer unbegrenzt die schnellsten Modelle und weitergehende Funktionen braucht, kommt an einem Abonnement nicht vorbei.

Google Gemini

Gemini ist Googles Assistent und liegt nahe am übrigen Google-Ökosystem. Die Gratis-Version bietet ein leistungsfähiges Modell mit großzügigem Kontextfenster, was praktisch ist, wenn Sie lange Dokumente auswerten lassen. Die Verzahnung mit Suche, Gmail und Docs macht es attraktiv, wenn Ihr Unternehmen ohnehin dort arbeitet. Die Grenze liegt vor allem beim Zugang zu den jeweils neuesten Modellen und bei einzelnen weitergehenden Funktionen. Für Recherche mit frischen Webergebnissen ist Gemini eine gute kostenlose Wahl.

Claude

Claude von Anthropic gilt als stark bei klarer, abwägender Sprache und beim Durchdringen langer Texte. Die Gratis-Version gibt Ihnen ein fähiges Modell mit einer Tagesgrenze, die von Auslastung und Gesprächslänge abhängt. Ist die Grenze erreicht, warten Sie auf das Zurücksetzen des Fensters. Für redaktionelle Arbeit, für das Überarbeiten eigener Texte und für das Erschließen umfangreicher Dokumente ist Claude kostenlos oft der angenehmste Schreibpartner.

Perplexity

Perplexity ist kein klassischer Chatbot, sondern eine Antwortmaschine: Es sucht im Web und liefert eine Antwort mit Quellenangaben. Die Gratis-Version erlaubt unbegrenzte einfache Suchen und eine begrenzte Zahl tieferer Recherchen pro Tag. Das macht es ideal, wenn Sie schnell etwas nachschlagen und die Quellen prüfen wollen. Für Marktrecherche, Wettbewerbsbeobachtung und Faktenfragen ist es eines der nützlichsten kostenlosen Werkzeuge überhaupt, gerade weil Sie sehen, woher die Antwort kommt.

Microsoft Copilot

Copilot ist Microsofts Assistent, eingebettet in Windows, Edge und Bing. Die Gratis-Version bietet Chat, Websuche und Bilderzeugung mit Guthaben, die täglich zurücksetzen. Wenn Ihr Unternehmen ohnehin in der Microsoft-Umgebung arbeitet, ist die Hürde niedrig. Achten Sie auf den Unterschied zu Copilot in Microsoft 365: Diese bezahlte Variante arbeitet innerhalb von Word, Excel und Outlook und ist ein anderes Produkt als die kostenlose Verbraucherversion, auch datenschutzrechtlich.

Canva

Canva ist kein Sprachmodell, sondern ein Gestaltungswerkzeug, und die Gratis-Version ist für Marketingteams viel wert. Sie erstellen Beiträge für soziale Netzwerke, Präsentationen und einfache Grafiken ohne Gestaltungserfahrung. Es sind KI-Funktionen enthalten, etwa Text zu Bild und Hintergrundentfernung, mit begrenzten Guthaben im kostenlosen Plan. Die stärkeren KI-Funktionen und die vollständige Markenbibliothek liegen in der Bezahlvariante. Für schnelle, ordentlich aussehende visuelle Arbeit reicht die Gratis-Version den meisten B2B-Teams.

Google NotebookLM

Ein weniger bekanntes, aber starkes kostenloses Werkzeug. Sie laden eigene Dokumente hoch, und NotebookLM beantwortet Fragen ausschließlich auf Basis dieser Quellen, mit Verweisen auf die passenden Stellen. Praktisch, um einen Stapel Berichte, Angebote oder internes Wissen schnell zu durchsuchen, ohne dass das Modell Dinge hinzuerfindet. Der Unterschied zu einer offenen Websuche ist genau der Punkt: Das Werkzeug bleibt bei Ihrem Material. Zur Einordnung, warum Modelle überhaupt Dinge erfinden, hilft unser Beitrag zur KI-Halluzination. Beachten Sie, dass auch hier gilt: Was Sie hochladen, verlassen Ihre Systeme.

DeepL

Für den deutschsprachigen Raum gehört DeepL in jede solche Liste, und in internationalen Vergleichen fehlt es regelmäßig. Der Anbieter aus Köln übersetzt in der kostenlosen Version begrenzte Textmengen und bietet eine Schreibhilfe, die deutsche Sätze glättet und Register anpasst. Für ein Team, das zwischen Deutsch und Englisch arbeitet, ist das im Alltag oft nützlicher als ein weiteres Sprachmodell. Für Dokumentenübersetzung, eigene Fachwortlisten und einen Auftragsverarbeitungsvertrag brauchen Sie die geschäftliche Variante.

Mistral Le Chat

Der Assistent des französischen Anbieters Mistral ist die naheliegende Antwort auf die Frage, ob es auch etwas aus europäischer Entwicklung gibt. Der Funktionsumfang der kostenlosen Version ist enger als bei den großen US-Anbietern. Für Unternehmen, in denen die Herkunft des Anbieters ein Auswahlkriterium ist, lohnt der Blick trotzdem. Wichtig bleibt: Auch europäische Herkunft ersetzt keinen Vertrag und keine Prüfung, wo verarbeitet wird.

Welches Werkzeug wann?

Kurz zusammengefasst, wählen Sie nach der Aufgabe. Für Schreiben und Redigieren nehmen Sie ChatGPT oder Claude. Für Recherche mit prüfbaren Quellen Perplexity oder Gemini. Wenn Sie überwiegend in Microsoft oder Google arbeiten, liegen Copilot und Gemini am nächsten. Für eigene Dokumente nutzen Sie NotebookLM, für Sprache und Übersetzung DeepL, und für visuelle Arbeit Canva. Die meisten Teams kommen mit einer Kombination aus zwei oder drei Gratis-Versionen weit und zahlen erst, wenn ein Werkzeug täglich an seine Grenze stößt.

Welche bezahlten Werkzeuge sich für Marketingaufgaben lohnen, ordnet unser Überblick zu KI-Werkzeugen für Marketing ein. Wie sich die großen Assistenten in der Praxis unterscheiden, vergleicht unser Beitrag ChatGPT gegen Gemini.

Häufige Fragen

Welches ist 2026 das beste kostenlose KI-Werkzeug?

Es gibt keinen einzelnen Gewinner. Für Schreiben und Redigieren sind ChatGPT und Claude am stärksten, für Recherche mit prüfbaren Quellen Perplexity oder Gemini, für eigene Dokumente NotebookLM und für deutschsprachige Sprachfragen DeepL. Die meisten Teams kombinieren zwei oder drei Gratis-Versionen.

Sind kostenlose KI-Werkzeuge wirklich kostenlos?

In der Regel bekommen Sie eine Gratis-Version mit Obergrenzen, nicht ein vollständiges Produkt ohne Abonnement. Typisch sind eine Deckelung bei Nachrichten, ein leichteres Modell nach einigen Anfragen oder langsamerer Zugriff zu Spitzenzeiten. Für viele Aufgaben reicht das, und Sie zahlen erst, wenn Sie täglich an die Grenze stoßen.

Darf ich Kundendaten in eine kostenlose KI eingeben?

Ohne vertragliche Grundlage nicht. Für die Verarbeitung personenbezogener Daten durch einen Dienstleister verlangt Art. 28 DSGVO einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung, und kostenlose Verbraucherkonten sehen einen solchen üblicherweise nicht vor. Nutzen Sie für diese Fälle eine geschäftliche Variante und stimmen Sie sie mit Ihrem Datenschutzbeauftragten ab.

Werden meine Eingaben zum Training verwendet?

Das unterscheidet sich je Anbieter und je Kontotyp. Bei mehreren Anbietern werden Eingaben aus kostenlosen Konten für die Weiterentwicklung der Modelle genutzt, sofern Sie das in den Einstellungen nicht deaktivieren. Prüfen Sie die Einstellung, bevor Sie etwas eingeben, das Sie nicht veröffentlichen würden.

Brauche ich eine Kennzeichnung, wenn ich KI-Texte veröffentliche?

Der europäische Rechtsrahmen für künstliche Intelligenz sieht Transparenzpflichten für maschinell erzeugte Inhalte und für Systeme vor, mit denen Menschen interagieren. Unabhängig von den Fristen ist eine interne Regel sinnvoll: Wer prüft, wer freigibt und wo Sie den Einsatz offenlegen. Ob KI-Inhalte der Auffindbarkeit schaden, beantworten wir in unserer FAQ dazu, ob KI-Content schlecht für SEO ist.

Was das für Ihre Auffindbarkeit bedeutet

Es gibt eine Seite dieser Werkzeuge, die Sie nicht übersehen sollten. Genau in ihnen recherchieren Ihre Käufer heute. Wer einen Lieferanten sucht, fragt nicht mehr nur Google, sondern ChatGPT, Gemini oder Perplexity. Die Frage lautet also nicht nur, welches Werkzeug Sie selbst benutzen, sondern ob Ihr Unternehmen in diesen Antworten als empfohlene Quelle auftaucht.

Darum geht es bei der Generative Engine Optimization: dafür zu sorgen, dass KI-Modelle Ihre Inhalte zitieren, wenn Ihr Käufer eine einschlägige Frage stellt. In unserer Arbeit als GEO-Agentur helfen wir B2B-Unternehmen, diese zitierte Quelle zu werden. Wie eine Strategie dafür aussieht, beschreibt unser Beitrag zur KI-Sichtbarkeitsstrategie.

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