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KI-Sichtbarkeit kostenlos prüfen: was die Gratis-Wege leisten
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Ja, Sie können prüfen, ob KI-Systeme Ihre Marke nennen, ohne dafür ein Budget freizugeben. Der schnellste kostenlose Weg ist, Ihre wichtigsten Kauffragen selbst in mehreren Systemen zu stellen und festzuhalten, ob und wie Sie erscheinen. Daneben bieten etablierte Anbieter kostenlose Prüfwerkzeuge, die in Sekunden eine Momentaufnahme liefern. In diesem Artikel lesen Sie, welche kostenlosen Wege es gibt, wie Sie an einem Nachmittag zu einem belastbaren Ausgangsbild kommen und wo diese Wege an ihre Grenze stoßen.
Ein Hinweis vorweg zur Abgrenzung: Wie eine saubere Messung methodisch aufgebaut wird, mit festem Fragensatz, Wiederholungen und dem Umgang mit der bekannten Schwankung, steht ausführlich im Leitfaden zur Messung Ihrer KI-Sichtbarkeit. Dieser Beitrag beschränkt sich auf die kostenlose Ebene: was es gibt, was es leistet und wann es nicht mehr reicht.
Direkt anwenden: Unser kostenloser KI-Sichtbarkeits-Test zeigt Ihnen in wenigen Minuten, ob KI-Systeme Ihr Unternehmen heute nennen.
Der kostenloseste Weg: Sie fragen selbst
Das günstigste Werkzeug haben Sie bereits: die Assistenten selbst. Stellen Sie die Fragen, mit denen Ihre Zielgruppe nach einer Lösung sucht, direkt in ChatGPT, Perplexity, Gemini und Microsoft Copilot, und sehen Sie nach, ob Ihre Marke genannt wird, wie sie beschrieben ist und welche Wettbewerber daneben stehen.
Vier Punkte machen den Unterschied zwischen einer Stichprobe und einem Zufallsbefund:
- Fragen Sie nach Kaufabsicht, nicht nach Ihrem Namen. Nicht “was macht Firma X”, sondern “wer hilft mir bei X in dieser Branche”. So sehen Sie, ob Sie auftauchen, wenn jemand Sie noch nicht kennt.
- Wiederholen Sie jede Frage. Antworten schwanken. Stellen Sie dieselbe Frage mehrfach und jeweils in einem neuen Gespräch, damit ein Zufallstreffer Ihnen kein falsches Bild gibt.
- Notieren Sie die Quellen. Systeme, die Quellen ausweisen, zeigen Ihnen konkret, welche Seiten herangezogen werden und welche nicht. Der Eintrag zur Zitationsrate grenzt Nennung und Zitation voneinander ab.
- Prüfen Sie auf Deutsch und je Land. Eine Frage auf Englisch beantwortet ein anderes Publikum. Wenn Sie über Deutschland hinaus verkaufen, prüfen Sie für Österreich und die Schweiz getrennt, denn die Antworten unterscheiden sich.
Prüfen Sie dabei auch den dialogischen Suchmodus von Google, weil er anders auswählt als eine klassische Ergebnisseite. Der Unterschied zwischen AI Mode und AI Overviews erklärt, warum dieselbe Frage dort zu einem anderen Ergebnis führen kann.
Das ist aufwendig und nicht skalierbar, aber als Ausgangsmessung für eine mittelständische B2B-Marke ein ehrlicher und vollständig kostenloser Startpunkt. Nebenbei lernen Sie schnell, in welchen Themen Sie stark stehen. Wie Sie dort überhaupt hineinkommen, behandelt der Beitrag in ChatGPT gefunden werden.
Welche kostenlosen Prüfwerkzeuge es gibt
Neben der Handarbeit bieten einige etablierte SEO-Anbieter ein kostenloses Prüfwerkzeug an, das das Stellen der Fragen für Sie automatisiert. Es schickt eine Reihe von Fragen an mehrere KI-Plattformen und zeigt, ob Ihre Marke erscheint.
Der AI Visibility Checker von Ahrefs ist kostenlos und verlangt keine Anmeldung. Er prüft, ob Ihre Marke in mehreren gängigen Systemen genannt wird, und liefert innerhalb von Sekunden einen Bericht. Es ist bewusst eine begrenzte Vorschau: eine einmalige Übersicht mit den wichtigsten Ergebnissen je Bereich, ohne Verlauf und ohne eigene Fragen.
Der AI Search Visibility Checker von Semrush arbeitet vergleichbar und ist ebenfalls kostenlos nutzbar. Er schickt Fragen an mehrere Plattformen und zeigt, ob Ihre Marke genannt wird und in welchem Zusammenhang.
Wichtig zu wissen: Viele spezialisierte Beobachtungswerkzeuge, die Ihnen online begegnen, sind nicht wirklich kostenlos, sondern bieten eine befristete Testphase mit einer Handvoll Fragen. Praktisch zum Ausprobieren, aber nicht als dauerhafte Lösung geeignet. Prüfen Sie deshalb vor der Anmeldung, was “kostenlos” hier genau abdeckt und was mit Ihren Angaben geschieht.
Eine Einordnung, die wir wichtig finden: Diese Werkzeuge sind für den englischsprachigen Markt gebaut und getestet worden. Die Abdeckung deutschsprachiger Fragen ist unterschiedlich gut, und die vorgegebenen Fragen treffen selten die Formulierungen, die ein Einkäufer im deutschsprachigen B2B tatsächlich wählt. Nehmen Sie das Ergebnis deshalb als Signal, nicht als Urteil.
Wo die kostenlosen Wege enden
Die größte Einschränkung ist einfach: Eine Gratis-Prüfung gibt Ihnen ein Foto, keinen Film. Sie sehen eine Momentaufnahme, aber KI-Sichtbarkeit dreht sich um die Entwicklung, weil Modelle aktualisiert werden und Antworten von Mal zu Mal abweichen. Konkret fehlt den kostenlosen Varianten fast immer Folgendes:
| Was fehlt | Warum es zählt |
|---|---|
| Zeitreihe | Sie sehen heute, nicht die Richtung. Ob Sie vorankommen, bleibt unsichtbar. |
| Eigene Fragen | Gerade die konkreten Kauffragen aus Ihrer Nische machen im B2B den Unterschied. |
| Wettbewerbsvergleich | Sie wissen, ob Sie erscheinen, nicht wie Sie neben anderen stehen. |
| Tonalität und Kontext | Ob neben Ihrem Namen etwas Falsches steht, ist oft wichtiger als eine fehlende Nennung. |
| Benachrichtigung | Ein plötzlicher Rückgang fällt Ihnen erst bei der nächsten manuellen Prüfung auf. |
| Deutschsprachige Abdeckung | Vorgegebene Fragensätze sind selten auf den deutschsprachigen B2B-Sprachgebrauch abgestimmt. |
Dazu kommt ein Messproblem, das kein Werkzeug beseitigt: Die meisten KI-Antworten erzeugen keinen Klick. Jemand bekommt seine Antwort und schließt das Fenster, Ihr Analysewerkzeug sieht davon nichts. Deshalb lässt sich KI-Sichtbarkeit ohnehin nicht über Ihre normale Webanalyse messen, ob mit oder ohne kostenloses Werkzeug.
Unsere ehrliche Einordnung: Eine kostenlose Momentaufnahme reicht, um festzustellen, dass Sie eine Lücke haben. Sie sagt Ihnen nicht, ob Ihre Inhalte zitierfähig sind oder warum Sie durchfallen. Dafür brauchen Sie eine Methode, keine Oberfläche, und eine KI-Sichtbarkeitsstrategie, die aus dem Befund eine Maßnahme macht.
Ihr Nachmittag: eine Ausgangsmessung ohne Budget
Wenn Sie heute anfangen wollen, reicht ein halber Tag für ein Bild, mit dem sich arbeiten lässt.
- Schreiben Sie zehn bis fünfzehn Fragen auf, die Ihre Zielkunden tatsächlich stellen, in deren Formulierung. Nehmen Sie sie aus Ihren Vertriebsgesprächen, nicht aus einem Werkzeug. Der Eintrag zum Prompt ordnet den Begriff ein.
- Stellen Sie jede Frage in mindestens drei Systemen, jeweils mehrfach und in einem neuen Gespräch, auf Deutsch.
- Halten Sie je Durchgang vier Dinge fest: ob Ihre Marke genannt wird, an welcher Stelle, welche Quelle zitiert wird und welche Wettbewerber daneben stehen. Der Eintrag zu Markennennungen grenzt den Begriff ab.
- Notieren Sie, was falsch ist. Veraltete Leistungsbeschreibungen, Verwechslungen mit ähnlichen Anbietern, überholte Angaben. Das ist oft der wertvollste Teil des Ergebnisses und der am schnellsten behebbare.
- Lassen Sie zusätzlich ein kostenloses Prüfwerkzeug laufen und vergleichen Sie das Ergebnis mit Ihrer eigenen Beobachtung. Wo beide auseinanderfallen, ist Ihre eigene Messung die verlässlichere.
- Wiederholen Sie das nach einem Quartal mit demselben Fragensatz.
Nach dem zweiten Durchgang wissen Sie zwei Dinge: ob sich überhaupt etwas bewegt, und ob der Aufwand einer manuellen Messung für Sie tragbar bleibt. Erst dann ist die Werkzeugfrage sinnvoll gestellt.
Wann sich der Wechsel auf ein kostenpflichtiges Werkzeug lohnt
Wechseln Sie, sobald Sie fortlaufend verfolgen wollen, welche Kauffragen Ihre Marke auslösen, nicht sobald eine Oberfläche gut aussieht. Für die meisten mittelständischen B2B-Marken ist diese Reihenfolge sinnvoll:
Erst kostenlos. Machen Sie die manuelle Nullmessung auf Ihre zehn wichtigsten Kauffragen und lassen Sie ein kostenloses Prüfwerkzeug darüberlaufen. Damit wissen Sie an einem Nachmittag, wo Sie stehen.
Dann die Lücke einordnen. Erscheinen Sie bei Fragen mit Kaufabsicht nirgends? Dann liegt die Arbeit bei Ihren Inhalten und Ihrer Autorität, nicht bei einem Werkzeug. Unser GEO-Ansatz setzt genau dort an.
Erst dann für Beobachtung zahlen. Wenn Sie Monat für Monat den Verlauf und den Wettbewerb auf Ihren eigenen Fragen sehen wollen, lohnt sich eine kostenpflichtige Plattform. Der Aufwand dafür ist keine Nebensache, also lassen Sie die Entscheidung davon abhängen, was Sie tatsächlich verfolgen und daraus entscheiden werden.
Ein Spezialwerkzeug am oberen Ende ist für die meisten mittelständischen Anbieter Überausstattung. Fangen Sie klein an, messen Sie die Fragen, die für Ihr Geschäft zählen, und skalieren Sie erst, wenn die Daten das rechtfertigen. Manchmal lohnt ein Werkzeug schlicht nicht, und dann sagen wir das auch.
Häufige Fragen
Sind kostenlose Prüfwerkzeuge verlässlich?
Für eine Momentaufnahme ja, für die Beobachtung nein. Ein kostenloses Werkzeug zeigt, ob Ihre Marke heute auftaucht, aber Antworten schwanken und Modelle ändern sich. Behandeln Sie ein kostenloses Ergebnis als eine Stichprobe und wiederholen Sie die Prüfung.
Brauche ich ein Konto für eine kostenlose Prüfung?
Nicht immer. Manche Anbieter geben das Ergebnis ohne Anmeldung aus, andere verlangen ein kostenloses Konto mit einer Tagesgrenze. Lesen Sie jeweils nach, was “kostenlos” abdeckt und was mit Ihren Angaben geschieht, bevor Sie sie hinterlassen.
Ersetzt ein kostenloses Werkzeug eine GEO-Strategie?
Nein. Ein Werkzeug misst Ihre Sichtbarkeit, es verbessert sie nicht. Ob Sie zitiert werden, hängt an Ihren Inhalten, an der Konsistenz Ihrer Angaben im Netz und an Ihrer Autorität. Das Werkzeug zeigt die Lücke, geschlossen wird sie mit Arbeit.
Warum unterscheiden sich die Ergebnisse zweier kostenloser Werkzeuge?
Weil sie unterschiedliche Fragen stellen, unterschiedliche Systeme abfragen und zu unterschiedlichen Zeitpunkten messen. Das ist kein Fehler, sondern die Natur der Sache. Ihre eigene, dokumentierte Messung mit festem Fragensatz ist deshalb aussagekräftiger als jedes fremde Ergebnis.
Kann ich KI-Sichtbarkeit in Google Analytics sehen?
Nein. Die meisten KI-Antworten erzeugen keinen Klick, und wo doch einer entsteht, ist die Herkunft oft nicht sauber zugeordnet. Sichtbarkeit in KI-Antworten müssen Sie getrennt erheben, nicht in Ihrer Webanalyse suchen.
Wollen Sie wissen, ob Ihre Lücke ein Werkzeug oder Inhalte braucht?
Erzählen Sie uns, bei welchen Fragen Sie genannt werden wollen, und wir sehen es uns nüchtern gemeinsam an. Vereinbaren Sie Ihr kostenloses Erstgespräch, und Sie hören innerhalb von 24 Stunden eine Einschätzung.
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