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Carousel Ads im B2B: wann mehrere Karten sich wirklich lohnen

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Carousel Ads, auf Deutsch Karussellanzeigen, sind Anzeigen, in denen Sie mehrere Karten zeigen, die der Nutzer durchwischen kann. Jede Karte hat ein eigenes Bild oder Video, eine eigene Überschrift und einen eigenen Link. Statt eine Botschaft in ein Bild zu pressen, erzählen Sie eine Geschichte über mehrere Karten hinweg. In diesem Artikel lesen Sie, wie Carousel Ads auf LinkedIn und Meta funktionieren und wann sie im B2B tatsächlich etwas einbringen.

Die knappe Definition des Formats steht im Wiki-Eintrag zu Carousel Ads. Dieser Artikel setzt dort an, wo die Frage lautet, ob das Format Ihre Botschaft trägt oder sie nur komplizierter macht.

Ein Karussell ist ein Anzeigenformat mit mehreren aufeinanderfolgenden Karten innerhalb einer einzigen Anzeige. Der Nutzer blättert selbst durch. Jede Karte ist eine eigene kleine Anzeige, was Ihnen viel Raum gibt, eine Idee Schritt für Schritt zu erklären oder verschiedene Blickwinkel zu zeigen.

Das macht das Format anders als eine klassische Anzeige mit einem Bild oder Video. Wo ein einzelnes Bild eine Botschaft tragen muss, lässt ein Karussell Sie eine Reihe von Botschaften nacheinander setzen.

Einzelbild oder VideoKarussell
BotschaftenEineMehrere, aufeinander aufbauend
Verlangte AufmerksamkeitGering, sofort erfassbarHöher, der Nutzer muss wischen
StärkeEin klares Angebot, schnell verstandenEin Ablauf, ein Vergleich, ein Argumentationsweg
RisikoZu wenig Raum für komplexe AngeboteDie erste Karte verdient die Aufmerksamkeit nicht
AuswertungEine LeistungszahlLeistung je Karte, mehr Erkenntnis über die Botschaft

Karussells sind ein bezahltes Format und fallen unter SEA beziehungsweise breiter unter PPC: Sie zahlen je Einblendung oder Klick. Sie fügen sich in eine breitere bezahlte Aufstellung ein, in der das Format aus dem Ziel folgt und nicht umgekehrt. Welche Kanäle im B2B wofür taugen, ordnet der Beitrag zur Online-Werbung im B2B ein.

Die Spezifikationen liegen auf beiden Plattformen dicht beieinander: Sie arbeiten mit mehreren Karten je Anzeige, jede mit eigenem Bild oder Video, Überschrift, Beschreibung und Link. Die genauen Grenzen und Bildmaße ändern sich regelmäßig, weshalb Sie sie vor dem Aufsetzen in den offiziellen Hilfeseiten von Meta und LinkedIn nachschlagen sollten statt in einem Blogbeitrag.

In der Praxis bedeutet mehr Karten nicht automatisch besser. Häufig laufen drei bis fünf Karten am stärksten, weil Sie die Aufmerksamkeit Ihres Lesers nicht endlos dehnen. Die erste Karte ist entscheidend: Sie muss den Wisch verdienen.

Karussells sind für B2B interessant, weil Ihre Zielgruppe selten von einem Bild überzeugt ist. Sie verkaufen an mehrere Entscheider mit langer Orientierungsphase, also ist Raum zum Erklären wertvoll. Sie eignen sich gut, um:

  • einen Ablauf oder Stufenplan zu zeigen, Karte für Karte;
  • mehrere Anwendungsfälle oder Produktlinien nebeneinander zu stellen;
  • eine Argumentation aufzubauen, vom Problem über die Lösung zum Beleg;
  • Einwände vorwegzunehmen, indem jede Karte einen typischen Zweifel aufgreift.

Der letzte Punkt wird im deutschsprachigen B2B unterschätzt und ist häufig der stärkste Einsatz. Wo eine Verbraucherzielgruppe auf Begeisterung reagiert, reagiert ein B2B-Entscheider auf Risikominderung. Ein Karussell, das nacheinander die vier Fragen beantwortet, die in jedem Erstgespräch fallen, arbeitet härter als eines, das vier Vorteile aufzählt.

Wollen Sie tiefer in die Kanalwahl einsteigen, ordnet der Beitrag zur Auswahl einer LinkedIn-Ads-Agentur ein, wofür LinkedIn im B2B taugt und wofür nicht. Als Kontrast dazu behandelt der Beitrag zu Sponsored Messaging ein Format, das genau umgekehrt funktioniert: sehr direkt statt erklärend.

Was ein gutes Karussell ausmacht

Ein Karussell steht und fällt mit dem Aufbau. Einige Grundsätze, die in der Praxis den Unterschied machen:

  • Verdienen Sie den ersten Wisch. Die erste Karte entscheidet, ob jemand weiterblättert. Setzen Sie dort Ihren stärksten Haken oder Ihr Versprechen, nicht Ihr Logo.
  • Eine Botschaft je Karte. Jede Karte hat eine eigene Überschrift, ein eigenes Bild und einen eigenen Link. Pressen Sie nicht drei Gedanken hinein, sondern bauen Sie Schritt für Schritt auf.
  • Halten Sie die Reihenfolge logisch. Bei einem Stufenplan oder einer Geschichte ist die Abfolge der Punkt; bei einzelnen Anwendungsfällen kann der Nutzer in beliebiger Reihenfolge wischen, also machen Sie jede Karte für sich stark.
  • Bleiben Sie visuell konsistent. Ein erkennbarer Stil über alle Karten hinweg lässt das Karussell als ein Ganzes lesen.
  • Begrenzen Sie die Zahl der Karten. Drei bis fünf wirken oft besser als das Maximum.
  • Ein klares Ziel je Karussell. Jede Karte darf verlinken, aber führen Sie zu einer gewünschten Handlung, etwa einer Demo oder einem Download.

Wie Sie messen, ob ein Karussell wirkt

Beide Plattformen zeigen Ihnen Zahlen je Karte, und das ist wertvoll: Sie sehen, welche Karte die meisten Klicks zieht und wo Menschen abspringen. Lassen Sie sich davon aber nicht blenden. Eine Karte mit vielen Wischbewegungen oder Interaktionen sagt noch nichts über Umsatz.

Messen Sie Karussells an dem, was im B2B zählt: qualifizierte Anfragen, Kosten pro Ergebnis und am Ende Pipeline und Umsatz, nicht Wischbewegungen oder Einblendungen. Nutzen Sie die Zahlen je Karte, um Ihre Argumentation zu verbessern (welche Botschaft greift, welche nicht), aber beurteilen Sie das Format an den Anfragen, die es liefert.

Ehrlich: ein Format ist keine Strategie

Wir sind da deutlich: Ein Karussell ist ein Mittel, kein Wundermittel. Zusätzliche Karten bringen keine zusätzlichen Anfragen, wenn Ihr Angebot nicht stark ist oder Ihre Zielgruppe nicht stimmt. Das Format kann eine gute Argumentation verstärken, aber es rettet keine schwache.

Zweifeln Sie, ob das Format in Ihrem Fall etwas beiträgt, sagen wir Ihnen lieber, dass eine einfache, scharfe Anzeige mehr einbringt. Genau diese Disziplin, auf Ertrag statt auf das schönste Format zu steuern, brachte bei Facilicom eine Medieneinsparung von 25 Prozent.

Es gibt zudem eine strukturelle Grenze im deutschsprachigen B2B, die Sie vor der Produktion einplanen sollten: In Österreich und der deutschsprachigen Schweiz werden Zielgruppen mit enger Berufs- oder Branchenfilterung schnell so klein, dass eine Anzeige mit fünf aufwendig produzierten Karten kaum genug Auslieferung bekommt, um überhaupt eine Aussage zu erlauben. Dort gewinnt oft das einfachere Format mit mehr Budget je Person statt das reichere Format mit zu wenig Reichweite.

Häufige Fehler

  • Das Logo auf Karte eins. Die erste Karte ist Ihr Haken, nicht Ihre Visitenkarte.
  • Alle Karten führen woanders hin. Mehrere Ziele in einer Anzeige verwässern die Auswertung und die Entscheidung.
  • Karten ohne eigenständigen Wert. Wenn Karte drei nur Sinn ergibt, nachdem man Karte zwei gelesen hat, verlieren Sie alle, die quer einsteigen.
  • Aufwendige Produktion vor der Botschaftsprüfung. Testen Sie die Argumentation in einem einfachen Format, bevor Sie fünf Karten gestalten lassen.
  • Auf Interaktionen steuern. Wischbewegungen sind kein Geschäftsergebnis.

Häufige Fragen

Wie viele Karten sollte eine Carousel Ad haben? Beide Plattformen erlauben mehrere Karten je Anzeige, in der Praxis laufen drei bis fünf oft am besten, weil Sie die Aufmerksamkeit Ihres Lesers nicht zu weit dehnen. Die aktuell geltenden Grenzen stehen in den Hilfeseiten der Plattformen.

Was ist der Unterschied zwischen einer Carousel Ad und einer gewöhnlichen Anzeige? Eine gewöhnliche Anzeige zeigt ein Bild oder Video mit einer Botschaft. Ein Karussell bündelt mehrere wischbare Karten, jede mit eigenem Bild, Text und Link, sodass Sie eine Geschichte über mehrere Karten erzählen können.

Funktionieren Carousel Ads im B2B? Ja, wenn Sie einen Ablauf, mehrere Anwendungsfälle oder eine Schritt-für-Schritt-Argumentation zeigen wollen und Ihre Zielgruppe Zeit zum Entscheiden braucht. Das Format ersetzt aber weder ein starkes Angebot noch eine saubere Zielgruppenwahl.

Auf welchen Plattformen kann ich Carousel Ads einsetzen? Unter anderem auf Facebook, Instagram und LinkedIn. Die Spezifikationen liegen dicht beieinander, unterscheiden sich aber in Details wie Bildformat und Textlängen.

Lohnt sich ein Karussell bei kleinem Budget? Selten. Ein Karussell verlangt mehr Produktionsaufwand und mehr Auslieferung, bis Sie eine Aussage treffen können. Bei kleinem Budget bringt ein einfaches Format mit klarer Botschaft in der Regel schneller Erkenntnis.

Lassen Sie Ihre Anzeigen die richtige Geschichte erzählen

Zweifeln Sie, ob ein Karussell Ihre B2B-Botschaft verstärkt oder sie nur komplizierter macht? Wir schauen auf Ihr Angebot und Ihre Zielgruppe und wählen das Format, das Anfragen bringt, nicht das Format, das am besten aussieht. Sehen Sie sich unsere Meta-Ads-Leistung und unsere LinkedIn-Ads-Leistung an, oder vereinbaren Sie Ihr kostenloses Erstgespräch.

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