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Was ist Moz? Das Werkzeug, die Kennzahl und wann sich beides lohnt

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Moz ist ein amerikanisches Softwareunternehmen, das Werkzeuge für Suchmaschinenoptimierung anbietet. Bekannt geworden ist es vor allem durch eine Kennzahl, die es selbst entwickelt hat: Domain Authority, ein Wert, der die Stärke einer Website schätzt.

In diesem Artikel lesen Sie, was Moz als Produkt umfasst, was die Kennzahl aussagt und was nicht, warum sie im deutschsprachigen Linkmarkt eine eigene und unschöne Karriere gemacht hat, und wann sich das Werkzeug für ein B2B-Unternehmen lohnt.

Was Moz als Produkt ist

Moz begann als Blog über Suchmaschinenoptimierung und wuchs zu einem der bekannteren Namen der Branche. Das Produkt umfasst Werkzeuge für Keyword-Recherche, Verweisanalyse, Positionsverfolgung und technische Website-Prüfungen. Die größte Bekanntheit stammt allerdings von zwei eigenen Kennzahlen: Domain Authority und Page Authority.

Wichtig vorweg: Moz ist einer von mehreren Anbietern am Markt. Wir erklären es hier neutral, nicht weil Sie es zwingend brauchen. Welche SEO-Werkzeuge sinnvoll sind, hängt vollständig von Ihrer Lage und Ihren Zielen ab, und der Vergleich der gängigen Anbieter steht in Die besten SEO-Tools.

Was Domain Authority aussagt

Domain Authority ist ein Wert zwischen eins und hundert, der vorhersagen soll, wie wahrscheinlich es ist, dass eine Website gut rankt. Je höher der Wert, desto stärker steht die Domain nach Einschätzung von Moz. Nach Angaben des Anbieters wird der Wert mit einem maschinellen Lernmodell berechnet, das sich vor allem auf Anzahl und Qualität der Backlinks stützt.

Zwei Dinge sind dabei wichtig zu verstehen:

  • Die Skala ist logarithmisch. Von zwanzig auf dreißig zu kommen ist deutlich leichter als von siebzig auf achtzig. Je höher Sie stehen, desto schwerer wiegt jeder weitere Punkt.
  • Es gibt daneben Page Authority. Während Domain Authority eine ganze Domain bewertet, misst Page Authority die Stärke einer einzelnen Seite.
MerkmalDomain AuthorityPage Authority
Was gemessen wirdDie Stärke einer ganzen DomainDie Stärke einer einzelnen Seite
SkalaEins bis hundert, logarithmischEins bis hundert, logarithmisch
HerkunftMoz, kein Wert der SuchmaschineMoz, kein Wert der Suchmaschine
Wofür brauchbarDomains untereinander vergleichenEinzelne Seiten beurteilen

Der entscheidende Punkt, und die größte Fehlannahme: Google verwendet Domain Authority nicht. Es ist eine Schätzung eines externen Unternehmens und kein Faktor im Algorithmus der Suchmaschine. Andere Anbieter haben eigene Versionen unter anderem Namen, jeweils mit derselben Idee: eine Zahl, die Autorität zusammenfasst. Warum diese Zahl trotzdem einen Nutzen hat, aber nicht den, der ihr meist zugeschrieben wird, behandelt Was ist Page Authority ausführlicher.

Was die Kennzahl im deutschsprachigen Linkmarkt angerichtet hat

Hier liegt der Punkt, der diesen Artikel über eine Definition hinausträgt, und er ist der Grund, warum Sie wissen sollten, was diese Zahl ist.

Im deutschsprachigen Raum existiert ein professionell auftretender Markt für Linkplatzierungen, mit Portfolios und Preislisten. Und der Preis auf diesen Listen ist fast immer nach Domainkennzahlen gestaffelt. Eine Platzierung auf einer Seite mit einem hohen Wert kostet ein Vielfaches einer Platzierung auf einer Seite mit einem niedrigen. Die Kennzahl ist damit zur inoffiziellen Währung eines Marktes geworden, für den sie nie gedacht war.

Das erzeugt zwei Effekte, die Sie kennen sollten.

Erstens wird die Kennzahl gezielt aufgebaut. Wenn ein Wert den Preis bestimmt, entsteht ein Anreiz, genau diesen Wert zu erzeugen, unabhängig davon, ob die Seite gelesen wird. Eine Seite mit einem beeindruckenden Wert und ohne echtes Publikum ist im Linkmarkt ein normales Produkt.

Zweitens verschiebt sich Ihr eigenes Urteil. Wenn Sie sich angewöhnen, eine Verlinkungsquelle nach dieser Zahl zu beurteilen, beurteilen Sie sie nach einem Merkmal, das die Suchmaschine nicht verwendet, das aber der Verkäufer optimiert hat. Das ist die ungünstigste denkbare Kombination.

Die brauchbarere Frage lautet deshalb nicht “Welchen Wert hat diese Seite”, sondern “Würde diese Seite mich erwähnen, wenn kein Geld flösse”. Warum dieser Markt insgesamt zwei Risiken gleichzeitig trägt, ein suchmaschinenseitiges und ein wettbewerbsrechtliches, behandelt Backlinks kaufen oder verdienen.

Das Auswahlkriterium, das für deutschsprachige Websites entscheidet

Wenn Sie Moz gegen andere Anbieter abwägen, ist der Funktionsumfang selten der Unterschied. Alle großen Anbieter decken dieselben Aufgaben ab: Recherche, Verweise, Positionen, Prüfung. Der Unterschied, der zählt, ist die Abdeckung des deutschsprachigen Raums.

Prüfen Sie deshalb drei Dinge, bevor Sie sich für irgendein internationales Werkzeug entscheiden:

Wie viele Ihrer tatsächlichen Suchbegriffe kennt es? Nehmen Sie zehn Begriffe, für die Sie in Ihrer Search Console nachweislich Einblendungen haben, und schlagen Sie sie im Werkzeug nach. Wie viele davon zeigt es mit einem Volumen an, und wie viele als unbekannt? Ein Werkzeug, das die Hälfte Ihrer echten Begriffe nicht kennt, ist für Ihre Planung nicht brauchbar, egal wie gut seine übrigen Funktionen sind.

Kennt es Ihre Wettbewerber? Schlagen Sie drei deutschsprachige Wettbewerber nach und sehen Sie sich deren Verweisprofil an. Wenn es dünn aussieht, kann das an den Wettbewerbern liegen oder an der Indexabdeckung des Werkzeugs. Vergleichen Sie im Zweifel mit einem zweiten Anbieter.

Verfolgt es die Ergebnisse, die Sie brauchen? Positionen je Land für Deutschland, Österreich und die Schweiz getrennt sind für einen DACH-Anbieter keine Zusatzfunktion, sondern die Voraussetzung. Ein Werkzeug, das nur einen Standort verfolgt, verdeckt genau die Unterschiede, wegen derer Sie messen.

Diese Prüfung dauert eine Stunde und ist aussagekräftiger als jeder Funktionsvergleich. Sie gilt für jeden Anbieter, nicht nur für Moz.

Wofür Sie das Werkzeug in der Praxis nutzen

Wettbewerbsvergleich. Wie stark stehen die Websites, die über Ihnen ranken? Indem Sie deren Wert neben Ihren legen, bekommen Sie ein grobes Bild davon, wie viel Autorität nötig wäre, um mitzuhalten. Ein Richtwert, keine Vorhersage.

Verweisanalyse. Welche Verweise haben Sie, und welche Gelegenheiten lassen Wettbewerber liegen? Sehen Sie, dass ein Wettbewerber Verweise von relevanten Fachmedien hat, die Ihnen fehlen, wissen Sie, worauf Ihr Linkaufbau zielen sollte.

Keyword-Recherche. Welche Begriffe sind für Ihre Autorität erreichbar? Ein Werkzeug hilft einzuschätzen, ob Sie für einen Begriff realistisch ranken können oder ob Sie besser zuerst an weniger umkämpften arbeiten. Für den B2B-Kern gilt dabei die Einschränkung aus B2B-Keyword-Recherche: Ihre wertvollsten Begriffe kommen aus Vertriebsgesprächen und tauchen in keinem Werkzeug auf.

Website-Prüfungen. Wo sitzen technische Probleme, die Sie aufhalten? Für die Indexseite kombinieren Sie das am besten mit der Google Search Console, weil die Daten aus der Suchmaschine selbst zeigt.

Ein konkretes B2B-Beispiel

Angenommen, ein B2B-Dienstleister steht bei einem wichtigen Begriff auf der zweiten Ergebnisseite und will wissen, warum. Im Werkzeug sieht das Unternehmen, dass die drei Wettbewerber darüber alle einen höheren Wert haben, gespeist aus Verweisen von Fachpublikationen.

Der Schluss daraus lautet nicht “wir müssen unseren Wert erhöhen”, sondern “wir brauchen relevante Erwähnungen bei denselben Fachmedien”. Die Kennzahl weist die Richtung, während die eigentliche Arbeit, wertvolle Inhalte und echte Verweise, das Ergebnis erzeugt. In der Praxis ist genau diese Unterscheidung der Unterschied zwischen Zahlen hinterherjagen und Kunden gewinnen.

Ehrlich: wann Moz sich für B2B lohnt

Wir sagen es lieber vorher. Für ein kleines B2B-Unternehmen ist ein umfangreiches Werkzeugabonnement selten die erste Investition, die sich rechnet. Sie brauchen kein Werkzeug, um zu wissen, dass Sie an relevanten Inhalten und einer Handvoll starker Verweise arbeiten müssen. Beginnen Sie dort, und beginnen Sie mit den kostenlosen Quellen: Die Search Console zeigt Ihnen echte Daten aus der Suchmaschine selbst, was kein bezahltes Werkzeug leisten kann.

Ein Werkzeug wie Moz wird erst dann wertvoll, wenn Sie strukturell an Suchmaschinenoptimierung arbeiten, mehrere Wettbewerber verfolgen oder größere Entscheidungen auf Daten stützen wollen. Und selbst dann gilt: Steuern Sie auf Anfragen, Conversions und Umsatz, nicht auf einen steigenden Wert. Eine hohe Zahl ohne Kunden ist eine Eitelkeitszahl.

Ein praktischer Zusatz für den deutschsprachigen Raum: Bevor Sie ein Werkzeug einführen, klären Sie, ob und welche personenbezogenen Daten dabei verarbeitet werden und wo. Bei reinen Rechercheanwendungen ist das meist unkritisch, sobald ein Werkzeug aber Ihre eigenen Analysedaten aufnimmt, gehört diese Frage in Ihr Verarbeitungsverzeichnis. Was bei der Einführung sonst noch zu klären ist, behandelt SEO-Tool-Stack aufbauen.

Häufige Fragen

Ist Moz kostenlos?

Es gibt kostenlose Bestandteile, etwa eine begrenzte Abfrage der Domainkennzahl und eine Browsererweiterung. Der vollständige Funktionsumfang liegt hinter einem Abonnement. Für gelegentliche Nutzung genügen die kostenlosen Bestandteile häufig.

Was ist ein guter Domain-Authority-Wert?

Das hängt von Ihrer Branche ab. Vergleichen Sie sich vor allem mit direkten Wettbewerbern statt auf eine absolute Zahl zu zielen. Ein Wert oberhalb dessen, wer über Ihnen rankt, ist ein nützlicheres Signal als ein beliebiger Zielwert.

Verwendet Google Domain Authority?

Nein. Es ist eine eigene Kennzahl von Moz und kein Faktor im Algorithmus. Nutzen Sie sie zum Vergleichen und Priorisieren, nicht als Rankingziel.

Was ist der Unterschied zwischen Domain Authority und Page Authority?

Domain Authority beurteilt die Stärke einer ganzen Domain, Page Authority die einer einzelnen Seite. Beide laufen von eins bis hundert auf einer logarithmischen Skala und stammen von Moz.

Sollten wir Moz oder einen anderen Anbieter wählen?

Entscheiden Sie das nicht nach Funktionsumfang, sondern nach der Abdeckung Ihrer tatsächlichen Suchbegriffe und Ihrer Wettbewerber im deutschsprachigen Raum. Machen Sie die Prüfung aus dem Abschnitt oben mit zwei Anbietern in der Testphase, und die Entscheidung trifft sich meist von selbst.

Ersetzt ein solches Werkzeug die Google Search Console?

Nein, umgekehrt. Die Search Console zeigt Daten aus der Suchmaschine selbst: echte Einblendungen, echte Suchanfragen, echte Positionen für Ihre Website. Jedes externe Werkzeug arbeitet mit Schätzungen und einem eigenen Index. Ein bezahltes Werkzeug ergänzt die Search Console um Wettbewerbsdaten, die diese nicht liefern kann, und ersetzt sie nie.

Wollen Sie Ihre Autorität gezielt aufbauen?

Wir sehen uns Ihr Verweisprofil und das Ihrer Wettbewerber an und bauen Autorität sicher auf, ausgerichtet auf Anfragen und nicht auf eine Zahl. Wir sagen Ihnen auch ehrlich, wenn ein Werkzeug oder eine Investition bei Ihnen die Mühe nicht lohnt. Was das umfasst, zeigt unsere SEO-Agentur. Vereinbaren Sie Ihr kostenloses Erstgespräch.

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