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Was ist eine Referring Page (verweisende Seite)?

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Eine Referring Page, auf Deutsch eine verweisende Seite, ist die konkrete Webseite, auf der ein Link zu Ihrer Website steht. Sie ist mit anderen Worten die genaue Adresse, aus der ein Backlink stammt. Während der Backlink der Link selbst ist, ist die Referring Page die Seite, die diesen Link enthält. Dieser Artikel erklärt, was eine verweisende Seite genau ist, wie sie sich zu einem Backlink und zu einer verweisenden Domain verhält, und warum der Kontext einer solchen Seite den Wert des Links mitbestimmt.

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Was ist eine Referring Page genau?

Eine Referring Page ist jede einzelne URL, auf der mindestens ein Backlink zu Ihrer Website steht. Nehmen wir an, ein Fachmagazin verlinkt in einem Artikel über Ihre Branche zweimal auf Sie: Dann ist dieser eine Artikel eine Referring Page mit zwei Backlinks. Veröffentlicht dasselbe Magazin später einen zweiten Beitrag, der ebenfalls auf Sie verlinkt, haben Sie zwei Referring Pages.

Die Unterscheidung zum Backlink ist fein, aber real. Der Backlink ist der Link selbst, also die klickbare Verweisung. Die Referring Page ist die Seite, die diesen Link beherbergt. Eine Seite kann mehrere Links zu Ihnen enthalten, weshalb die Zahl der Referring Pages in der Regel niedriger liegt als die Zahl der Backlinks.

Für SEO ist die verweisende Seite interessant, weil sie den Kontext liefert. Eine Suchmaschine liest nicht nur, ob ein Link existiert, sondern auch, wo er steht: in welcher Art von Inhalt, zu welchem Thema und an welcher Stelle der Seite. Google beschreibt in seiner Dokumentation zu crawlbaren Links, dass die Wörter vor und nach einem Link mitzählen. Der Link ist also nie ein isoliertes Signal, sondern immer eines mit Umgebung.

Diese drei Begriffe werden häufig durcheinander verwendet, messen aber jeweils etwas anderes. Ein kleines Beispiel macht es klar. Angenommen, eine Nachrichtenseite verlinkt in einem Artikel dreimal auf Sie und in einem anderen Artikel noch einmal.

BegriffWas gezählt wirdIm Beispiel
BacklinkJeder einzelne Link4 Backlinks
Referring PageJede eindeutige Seite mit einem Link2 Referring Pages
Verweisende DomainJede eindeutige Website1 verweisende Domain

Kurz gefasst: Der Backlink ist der Link, die Referring Page ist die Seite drumherum, und die verweisende Domain ist die Website, zu der diese Seite gehört. Wer diese drei auseinanderhält, liest ein Linkprofil deutlich schärfer.

Das ist mehr als Begriffsklauberei, denn die drei Zahlen erzählen unterschiedliche Geschichten. Tausend Backlinks von zwanzig verweisenden Domains bedeuten meist, dass Sie irgendwo in einer Seitenleiste oder einer Fußzeile stehen, die auf jeder Unterseite mitläuft. Zweihundert Backlinks von hundertfünfzig verweisenden Domains bedeuten dagegen, dass viele unterschiedliche Redaktionen unabhängig voneinander entschieden haben, auf Sie zu verweisen. Die zweite Verteilung ist die deutlich gesündere, obwohl die absolute Zahl kleiner ist.

Nicht jede verweisende Seite gibt gleich viel weiter. Die Qualität hängt von einigen Eigenschaften der Seite selbst ab:

  • Relevanz. Ein Link von einer Seite, die inhaltlich an Ihr Thema anschließt, wiegt schwerer als einer von einer beliebigen Seite. Ein Beitrag über Instandhaltung in der Prozessindustrie, der auf einen Anbieter aus genau diesem Feld verweist, ist ein stimmiges Signal. Eine allgemeine Linksammlung ist es nicht.
  • Kontext und Platzierung. Ein Link mitten in einem passenden Fachbeitrag, mit natürlichem Anchor-Text, ist stärker als ein Link, der in einer Fußzeile oder in einem Block mit verwandten Links versteckt ist.
  • Autorität der Seite. Eine starke, viel besuchte Seite gibt mehr Wert weiter als eine verwaiste oder schwache Seite auf derselben Domain. Der Fachbegriff dafür ist Page Authority, das Gegenstück zur Domain Authority auf Ebene der gesamten Website.
  • Zahl der ausgehenden Links. Steht Ihr Link zwischen Dutzenden anderer externer Links, verdünnt sich der weitergegebene Wert entsprechend.
  • Indexierung. Eine verweisende Seite, die eine Suchmaschine nie erfasst hat, kann auch nichts weitergeben. Das klingt banal, betrifft aber viele Verzeichnis- und Portalseiten.

Diesen weitergegebenen Wert nennt man Link Equity. Die Referring Page ist genau der Ort, an dem dieser Wert entsteht und von dem aus er zu Ihnen fließt. Deshalb ist nicht nur wichtig, dass eine Seite auf Sie verlinkt, sondern auch wie und von wo.

Wie finden Sie Ihre verweisenden Seiten?

Die meisten Linkanalyse-Werkzeuge zeigen Referring Pages als eigene Ansicht neben Backlinks und verweisenden Domains. Wenn Sie kein kostenpflichtiges Werkzeug einsetzen, liefert die Google Search Console unter dem Bericht zu externen Links bereits eine brauchbare Grundlage: Sie sehen dort die verlinkenden Websites und die am häufigsten verlinkten Seiten Ihrer eigenen Domain.

Beim Durchgehen der Liste helfen vier Fragen:

  • Passt die Seite thematisch? Nicht die Domain insgesamt, sondern die konkrete Seite. Ein starkes Wirtschaftsmedium hilft Ihnen wenig, wenn der Link auf einer Übersichtsseite ohne Bezug zu Ihrem Feld steht.
  • Ist der Anchor-Text natürlich? Ihr Markenname, eine beschreibende Formulierung oder die nackte URL sind normal. Eine auffällige Häufung exakt gleicher Keyword-Anker über viele Seiten hinweg ist ein Muster, das Suchmaschinen erkennen und das eher schadet als hilft.
  • Steht der Link im Fließtext? Redaktionelle Links im Text sind der Goldstandard. Fußzeilen, Seitenleisten und Autorenboxen sind schwächer, weil sie nicht durch eine inhaltliche Entscheidung entstanden sind.
  • Wiederholt sich das Muster? Kommt eine bestimmte Art von Seite immer wieder vor, sagt das mehr über Ihr Profil aus als jede Einzelseite.

Zwei bis vier Auswertungen im Jahr genügen für die meisten B2B-Unternehmen. Häufiger zu schauen führt vor allem dazu, dass Sie auf Schwankungen in den Werkzeugdaten reagieren statt auf echte Veränderungen.

Was bedeutet das in der Praxis für B2B?

Für ein B2B-Unternehmen im deutschsprachigen Raum ist die Lehre nüchtern: Starren Sie nicht auf einzelne verweisende Seiten, sondern schauen Sie auf das Muster. Eine Handvoll relevanter Referring Pages auf glaubwürdigen Fachseiten bewirkt mehr als Dutzende Seiten auf Websites, die nichts mit Ihnen zu tun haben. Die Frage lautet nicht “wie viele Seiten verlinken auf mich”, sondern “welche Seiten, in welchem Kontext”.

Genau hier liegt für viele Mittelständler eine unterschätzte Chance. Fachverbände, Branchenmedien, Hochschulkooperationen, Referenzberichte von Kunden und Fachbeiträge in Nischenpublikationen sind für ein spezialisiertes Unternehmen deutlich zugänglicher als für einen breit aufgestellten Anbieter. Wer in einem engen Feld tatsächlich etwas zu sagen hat, verdient sich diese Seiten mit Substanz statt mit Reichweite. Wie das systematisch geht, beschreibt der Wiki-Eintrag zum Linkaufbau.

Verdienen Sie diese Seiten auf die richtige Weise, arbeiten sie doppelt: Sie stützen Ihre klassischen Rankings und Ihre Sichtbarkeit in KI-Antworten, denn auch Sprachmodelle bewerten mit, wer in welchem Kontext auf Sie verweist. Eine glaubwürdige Markennennung in einem Fachbeitrag ist ein Signal, das in beiden Welten wirkt, selbst wenn gar kein Link gesetzt wird.

Und ehrlich bleibt: Eine schöne Referring Page bringt erst dann etwas, wenn der Besucher, der über sie kommt, auf Ihrer Website auch tatsächlich eine Anfrage stellt. Wir steuern deshalb auf Anfragen und Umsatz, nicht auf eine Liste verweisender Seiten als Selbstzweck. Ein Linkprofil ist ein Mittel, kein Ergebnis.

Wir kartieren Ihre verweisenden Seiten und Domains, bewerten deren Kontext und Relevanz und bauen sicher an Links, die Ihre Autorität und Ihre Pipeline stärken. Keine hohlen Zahlen, sondern Verweise, die zählen.

Wir sind ein kleines Team, das sich schnell bewegt und Ihnen ehrlich sagt, wann sich etwas nicht lohnt. Sehen Sie sich unseren Ansatz für SEO an oder vereinbaren Sie Ihr kostenloses Erstgespräch.

Häufige Fragen

Ein Backlink ist der Link selbst, eine Referring Page ist die Webseite, auf der dieser Link steht. Eine Seite kann mehrere Backlinks zu Ihnen enthalten, weshalb Sie meist weniger Referring Pages haben als Backlinks. Die Grundlagen dazu erklärt die FAQ zu der Frage, was ein Backlink ist.

Was ist der Unterschied zwischen einer Referring Page und einer verweisenden Domain?

Eine Referring Page ist eine einzelne Seite, die auf Sie verlinkt. Eine verweisende Domain ist die eindeutige Website, zu der diese Seite gehört. Eine Domain kann viele Referring Pages haben, die alle auf Sie verweisen, und in der Bewertung zählt die Zahl der eigenständigen Domains meist mehr als die Zahl der Einzelseiten.

Ja. Relevanz, Kontext, die Position des Links innerhalb der Seite und die Autorität dieser Seite bestimmen mit, wie viel Wert der Link weitergibt. Ein Link mitten in einem passenden Fachbeitrag wiegt deutlich schwerer als einer in einer Fußzeile.

Soll ich möglichst viele Referring Pages sammeln?

Nein. Konzentrieren Sie sich auf relevante, glaubwürdige Seiten statt auf Stückzahlen. Ein paar starke verweisende Seiten aus Ihrem Fachgebiet bringen mehr als Dutzende, die keinerlei Bezug zu Ihnen haben. Wie ein sauberer Aufbau aussieht, fasst die FAQ zum Linkaufbau zusammen.

Ja, wenn auch anders. Ein Link mit dem Attribut nofollow oder sponsored gibt kaum Link Equity weiter, bringt aber Besucher, Sichtbarkeit und eine Nennung im Kontext. Für KI-Sichtbarkeit und Markenbekanntheit ist das durchaus wertvoll, für Ihr Ranking nur eingeschränkt. Ein natürliches Profil enthält ohnehin beide Arten.

Wie oft sollte ich meine verweisenden Seiten prüfen?

Für die meisten B2B-Unternehmen reichen zwei bis vier Auswertungen im Jahr. Wichtiger als die Frequenz ist, dass Sie jedes Mal dieselben Fragen stellen: Passt der Kontext, ist der Anchor-Text natürlich, und verschiebt sich das Muster in eine gesunde Richtung?

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